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"Schwarze Schafe" im Loh

Haltern Eine ganze Reihe von "schwarzen Schafen" hat die Verwaltung im Baugebiet Im Loh ausgemacht.

09.11.2007

Mit Hilfe eines Luftbildes, das im Februar entstand, wurde aufgrund eines Antrags der Grünen überprüft, ob die Festsetzungen laut Bebauungsplan auch verwirklicht worden sind. Bauamtsmitarbeiterin Anette Brachthäuser teilte dem Stadtentwicklungsausschuss das Ergebnis mit: Die geforderte extensive Begrünung der Garagendächer wurde nur bei 30 % der Gebäude gesichtet. Je neuer die Bauabschnitte, desto seltener wurde die Festsetzung umgesetzt. Kaum zu klären war per Luftansicht dagegen, ob heimische Gehölze auf 20 % der Grundstücksfläche gepflanzt wurden oder nicht. Bei der Baukontrolle sind der Stadt laut Brachthäuser die Hände gebunden. Eine komplette Überprüfung ist rechtlich nur möglich, wenn ein Nachbar Anzeige erstattet. Das sei bisher nur im Baugebiet In der Borg vorgekommen. An diesem Punkt kam es zu einer Grundsatzdiskussion über den Sinn von Festsetzungen. So führte Maaike Thomas (Die Grünen) aus, dass sich viele Bürger vom Garagenwirrwarr an der Lavesumer Straße gestört fühlten. Es wirke hier fast so, als seien die Gebäude wie Bauklötze von oben wahllos in die Landschaft geworfen worden. Das habe die Planung doch niemals so vorgeben können, betonte Thomas. Brachthäuser zeigte am Beispiel Sundernstege auf, wie es auch anders geht. Hier gibt eine Festsetzung vor, dass Garagen ausschließlich in den seitlichen Grenzabständen der Häuser zugelassen sind. Ein Problem mit dieser Vorgabe hat Richard Gernemann (CDU). Der Architekt gab zu bedenken, dass die Umsetzung einer solchen Festsetzung bei Doppelhäusern schwierig sei. Hier sollte lieber über den Einzelfall entschieden werden. Mit einer Anzeige wegen nicht umgesetzter Vorgaben müssen die Bauherren im Loh indes nicht rechnen. Es sei denn, sie müssen ihren Nachbarn fürchten. siwi

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