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Seestern hat weiter eine ungewisse Zukunft vor sich

Abreißen oder stehen lassen?

Wie es mit dem Seestern weitergehen soll, ist weiter offen. Am Dienstag schauen sich Experten verschiedener Stellen die Überreste des einstigen Hotels an.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 04.06.2012
Seestern hat weiter eine ungewisse Zukunft vor sich

Im Laufe der Woche wird die Stadt entscheiden, ob sie nach dem Brand des ehemaligen Hotels »Seestern« einen Abriss verfügt oder sich ein weiteres Mal mit der Sicherung des Gebäudes zufrieden gibt.

Darf der Seestern weiter verfallen oder wird die Ruine nach dem Brand am Samstag endlich abgerissen? Die Fragen bleiben zunächst unbeantwortet. Die Eigentümer warten die Ergebnisse der Untersuchungen ab. Am Dienstag sieht sich das Fachkommissariat für Branddelikte der Kripo Recklinghausen vor Ort um. Anhaltspunkte zur Ursache des Feuers boten sich der Polizei bislang nicht. Zeitgleich prüfen Ordnungs- und Bauordnungsamt der Stadt mit Technikern den Zustand des Seesterns. Bei der Bewertung benötigen sie eventuell noch externe fachliche Unterstützung. Im Laufe der Woche wird die Stadt entscheiden, ob sie einen Abriss verfügt oder sich ein weiteres Mal mit der Sicherung des Gebäudes zufrieden gibt. Zurzeit ist das ehemalige Hotel und Restaurant am Stauseeufer nur mit einem Flatterband „abgeriegelt“.

Bekanntlich brannte Samstag die Zwischenraumdecke unterhalb des Flachdachs. Weil die Feuerwehr nicht zu den Brandnestern vordringen konnte, musste die vierte Etage des Seesterns noch in der Nacht zu Sonntag eingerissen werden. Seither sieht der seit 2006 vor sich hin gammelnde Seestern noch trostloser aus. Bedenken, verseuchtes Löschwasser könnte das Trinkwasserschutzgebiet gefährden, teilt die Gelsenwasser AG nicht. „Der Löschschaum ist biologisch abbaubar, das Löschwasser nicht mit Zusätzen angereichert. Wir gehen von keiner Gefahr aus, zumal das Löschwasser in die Kanalisation geflossen ist“, erklärte Heidrun Becker, Pressesprecherin der Gelsenwasser AG. Akut sei nichts zu befürchten.Vor allem die Bewohner des Nachbarhauses ärgern sich über die untragbaren Zustände. Immer wieder nisteten sich Obdachlose ein, einige Male gab es kleinere Brände, auch Ungeziefer suchte in der Ruine Unterschlupf. Beschwerden führten zu nichts, weil Stadt und Eigentümergemeinschaft keinen Kompromiss finden können. Der Rat hatte beschlossen, geplante Ferienhäuser können nur in Verbindung mit einem Hotel gebaut werden. Die Eigentümer aber wollen mit Ferienhäusern beginnen und erst dann den alten Seestern beseitigen. Das Pokerspiel könnte ein Ende haben, wenn der Abriss verfügt wird. Aber diese Verfügung müsse rechtlich haltbar sein, betonen die Eigentümer.

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