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So sah es vor 60 Jahren am Drügen Pütt aus

Kindheitsfoto

Eigentlich wollte er nur die privaten Familienfotos mit dem neuen Scanner digitalisieren und auf dem Computer bearbeiten. Dann lud er einige davon bei Facebook hoch – und Heinz Stiller bekam mit seinen alten Fotos aus Haltern richtige Fans.

HALTERN

, 07.10.2016

Wenn Sie mit dem Mauszeiger am Computer oder mit dem Finger am Smartphone oder am Tablet über das Bild fahren, verschiebt sich der Regler und das jeweils andere Bild wird sichtbar - Fotos: Privat (Stiller).  

 1955 | 2016

 

Abends in der Kneipe bemerkte Heinz Stiller eines Tages ein paar Jugendliche, die miteinander getuschelt und immer wieder zu ihm herübergesehen haben. „Sie sind doch Heinz Stiller?“, fragte einer der Unbekannten vorsichtig: „Meine Oma ist von Ihren Fotos ganz begeistert.“ In Facebook-Gruppen hat Stiller alte Fotos aus Haltern veröffentlicht.

Im Familienalbum fand Stiller zum Beispiel ein Bild aus dem Sommer 1955, mit einem Freund auf dem Dreirad am Drügen Pütt. Die Erinnerung daran, wie es dort damals aussah, wollte Stiller teilen - und hat den Freund, Peter Tuschmann, kurzerhand zum Nachstellen des Fotos eingeladen. Hier am Drügen Pütt wurde Heinz Stiller 1953 geboren, sein Vater war Tankwart am sogenannten „Tankbahnhof“. „Wer vom Ruhrgebiet kam und nach Hamburg wollte, musste hier entlang“, sagt Stiller. Das war, bevor die Autobahn gebaut wurde.

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"Von vielen Orten in Haltern gibt es nur sehr wenige Fotos“, sagt Heinz Stiller. Da sei es doch schade, wenn die wenigen, die noch vorhanden sind, auf Dachböden verstauben oder sogar bei arglosen Haushaltsauflösungen weggeworfen werden. Viele Ecken sind heute mit Siedlungen zugebaut, wo die Gegenden vor einem halben Jahrhundert – oder sogar noch in den 70er- und 80er-Jahren – ganz anders aussahen.

Der Enkel, der ihn in der Kneipe ansprach, zeige, dass es doch durchaus Interesse an der Halterner Ortsgeschichte gibt. Heinz Stiller würde sich wünschen, wenn jüngere Leute auf ihre Großeltern zugehen und deren alte Fotos wieder verbreiten würden. Über Halterner Facebook-Gruppen erreiche man schließlich relativ einfach ziemlich viele Leute. 

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