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Stadt will den Ärger wegspülen

HALTERN Die Stadt weiß, was sie den Anwohnern der Annabergstraße derzeit zumutet. „Wir wollen alles tun, um die Belastungen durch die Kanalbauarbeiten so gering wie möglich zu halten.“

von Von Elisabeth Schrief

, 22.08.2008
Stadt will den Ärger wegspülen

Stück für Stück werden auf einer Länge von 800 Metern die Rohre verlegt.

Ludwig Klose vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung versuchte Freitagmorgen, mit seinem Mitarbeiter Ralf Hessling und Stadtsprecher Heinz Kallhoff die Wogen zu glätten.

Die Sorgen der Gewerbetreibenden könne die Stadt gut verstehen. Mit großer und deutlicher Beschilderung, mit wiederkehrenden Infoblättern und dem Angebot, jederzeit bei Problemen ins Baubüro auf dem ehemaligen Gelände der Firma Klostermann zu kommen, tue sie alles ihr Mögliche. „Einschränkungen lassen sich dennoch nicht vermeiden“, sagte Heinz Kallhoff mit Blick auf die sehr aufwändige Maßnahme.

Es ist, so Ludwig Klose, ein technisch sehr anspruchsvolles Projekt. Auf einer Länge von 800 Metern werden 7,5 Tonnen schwere Rohre mit einem Durchmesser von 1,40 Meter in die Erde gebracht. „Das geschieht unter Betrieb“, erklärte Polier Adolf Thor. Das heißt, die Abwässer fließen weiter und wenn es stark regnet, müssen sie um- oder abgeleitet werden. Punktuell stieß die Legdener Firma Bogenstahl auf Grundwasser und Sandverlandungen des alten Lippebettes, außerdem muss sie Versorgungsleitungen sichern und teilweise umlegen. Das sind zusätzliche Handicaps, die das Arbeitspensum erhöhen.

„Aber die Arbeiten laufen planmäßig und optimal“, versichert Ludwig Klose. Während eine Kolonne die neue Stahlbetonrohrleitung verlegt, ist die nächste ihnen auf den Fersen, um die Straße wieder zu befestigen. Ihnen voraus zieht ein Gutachter, der die Häuser entlang der Annabergstraße auf ihre Bausubstanz hin prüft. Sein Ergebnis bildet die Grundlage bei der Beurteilung, wenn möglicherweise Folgeschäden durch die Kanalbauarbeiten angemeldet werden. Das 2 Millionen-Projekt vollzieht sich in vier Abschnitten und endet in der Philippistraße. Bis Juli 2009 hat die Legdener Firma ein reiches Betätigungsfeld. Aber dann sitzen die Anwohner im Trockenen, wenn mal wieder Sturzregen niedergeht

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