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Stars und Sternchen in Pastors Garten

HALTERN Einmal im Jahr ist ... – Pastors Garten. Aber Freitag tönte kein „Die Sonne scheint bei Tag und Nacht“ durch die Lautsprecher, sondern „I'm singing in the rain...“. Dazu schunkelten rund 400 Frauen. Und mit ihnen ein Heer von bunten Regenschirme.

von Von Elke Rüdiger

, 10.08.2008
Stars und Sternchen in Pastors Garten

"I'm singing in the rain..." - das miserable Wetter in den ersten 60 Minuten der Veranstaltung konnte den gut gelaunten Frauen nicht die Stimmung verderben.

Damit war ein eindeutiges Signal gesetzt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Obwohl – fast 60 Minuten pladderte der Regen wolkenbruchartig auf Frauen und Pfarrer hinunter. Doch die rückten eng zusammen, bildeten eine riesige Regenschirm-Haube über die langen Tische und genossen Leckereien sowie die vorzügliche Bewirtung durch die Jugend St. Joseph. Mit der Begrüßung durch das kfd-Dekanats-Team und Dechant Bruno Pottebaum wagte sich die Sonne doch noch durch die Wolkendecke. Und das Spektakel in Pastor Pottebaums Garten nahm seinen Lauf.

„Älter werden wir später“ - damit zogen die Frauen von St. Laurentius ein und brachten mit „Wir sind die aktiven Frauen“ die Gäste dazu, die steifen Glieder wieder in Form zu bringen. Sportlich ging es mit St. Antonius weiter. Deutsche Elite-Sportler hatten sich Lavesum als Ort für das letzte Training vor Olympia ausgesucht. In ihrem Streben um Edelmetall, strapazierten Fußballer oder Gewichtheber die Lachmuskeln. Als müsste man für deutsches Edelmetall beten, pilgerten fromme Lambertus-Frauen in den Garten. Bei der „Litanei der alten Frauen“  ging es weniger um Gold und Silber als um Anekdoten aus Lippramsdorf.  

  Die kfd St. Marien hatte keine Kosten und Mühen gescheut, die musikalische „Creme de la Creme“ aus aller Herren Länder einfliegen zu lassen. Direkt von „Malle“ unterstützte der braungebrannt Luca seinen Vater Costa Cordalis. Denen standen Brunner & Brunner mit „Wir sind alle über 40“ in nichts nach. Wolle Petry trauerte „Verlieben, verlor'n“, und Herbert Grönemeyer fragte provozierend „Was soll das?“. Ein Potpourri der Schlagermusik. Das Publikum tobte. Und dann ging der Stern auf: Als Andrea Berg, aufreizend herausgeputzt, tänzelte Diakon Walter van Endern in Stöckelschuhen und einem durchsichtigem Hauch von Gelb „Du hast mich 1000mal belogen“ singend auf die grüne Bühne. Da gab es kein Halten mehr.

Den krönenden Abschluss bildete „Pierre“ (Bruno Pottebaum) mit seiner liebreizenden Assistentin Jaqueline (Dorothee Lensdorf) aus Froonkreisch. Am liebsten, gestand der Künstler, würde er ja Bodypainting vornehmen, aber er vermute, das käme vielleicht doch nicht so gut an. Er male, aber nicht auf Leinwand, er gestalte seine Werke mit Menschen. Sprach's und ließ fünf Damen, jede mit einem Stuhl in den Händen, mehrmals im Kreis gehen. Dieses Bild nannte der Maler „geregelter Stuhlgang“. Fr. Günter Kerkmann breitete seine Arme aus, hielt in jeder Hand eine Kerze: „Arm-Leuchter“. Vier Frauen hielten ein Tuch über Rosi Kehr: „überspanntes Frauenzimmer“. Eine Frau reichte den Pfarrern Werner Schröder und Martin Ahls, Diakon Walter van Endern und Küster Anton Klosa Getränke: „Suleika tränkt ihre Kamele“. Tosender Applaus für den Künstler!  

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