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Virtuose Saitenkünstler zeigten Können im Schloss

Sythener Gitarrentage

SYTHEN Während am Sonntag im Sythener Schlossgarten der Regen unaufhörlich zu Boden fiel, konnte man im Saal entspannt den Klängen virtuoser Gitarrenmusik lauschen.

von Von Daniel Schlichter

, 09.08.2010
Virtuose Saitenkünstler zeigten Können im Schloss

Überzeugten mit Brillanz und Spielfreude solistisch, im Duo und besonders im Quartett: das Amadeus Guitar Duo sowie das Duo Gruber & Makler.

Traditionell finden im August, gefördert durch die Kulturstiftung Masthoff, an zwei Wochenenden die Sythener Gitarrentage statt. Nachdem im vergangenen bereits Größen wie Joaquin Clerch oder das Weißgerber Gitarrenduo dem Schloss die Ehre erwiesen, präsentierten sich in diesem Jahr die kanadische Gitarristin Dale Kavanagh mit einem Soloprogramm (wir berichteten) sowie das Amadeus Guitar Duo (auch Kavanagh) sowie „Gruber & Maklar“.

Musikalisch boten beide Duos, die solistische Einlagen boten und auch als Gitarrenquartett auftraten, ein breites musikalisches Spektrum. Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 6 (B-Dur BWV 1051) für Quartett fehlte ebenso wenig wie ein Ausflug in die Romantik mit Händels Chaconne in G-Dur (HWV 435). Aber auch den ein oder anderen Ausflug in moderne Komposition trauten die Musiker ihren Zuhörern zu und landeten damit Volltreffer. Besonders Dale Kavanaghs „Three Pieces“ aus dem Jahre 1999 war ein Highlight moderner Komposition. Die Gitarristin brillierte mit interessanten technischen Kompositionen, kombinierte in ihren Stücken (Melissa, Contemplation, Fueco) Portamentos und perkussive Spielweisen mit zarten Vibrati stets virtuos. Dabei reichten sich jedoch Virtuosität und hohes musikalisches Einfühlungsvermögen stets die Hand.

Ein weiteres Highlight lieferten Christian Gruber und Peter Maklar mit Manuel de Fallas „Liebeszauber (El amor brujo)“. Geisteraustreibung und ritueller Feuertanz fanden hier ihre musikalische Interpretation und offenbarten neben der noch deutlichen Verwurzelung im Impressionismus auch einige aufregende Ausflüge in die Musik der Sinti und Roma. So bot sich mit einem zeitweisen Gitarrenquartett ein besonderes Hörerlebnis, das Lust und Freude auf die Konzerte am letzten Augustsonntag macht. 

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