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Brüsseler Vorgaben für Halterner Ehrenamtliche

EU bringt Vereinen Hausaufgaben zum Datenschutz

Für Tausende Mitglieder in den Halterner Vereinen müssen bis Ende Mai die Datenschutzregeln angepasst werden. So will es die Europäische Union. Doch viele Ehrenamtliche müssen sich erst einarbeiten.

HALTERN

, 13.04.2018
Brüsseler Vorgaben für Halterner Ehrenamtliche

Für die Mitgliederverwaltung gibt es eine neue Verordnung der Europäischen Union. © picture alliance / Christophe Ga

„Das Thema wird zu mehr gemacht, als eigentlich dran ist“, sagt Rainer Rathmer, Jurist des Sythener Freibadvereins: „Wir geben keine Daten an externe Dienstleister, sie bleiben alle innerhalb des Vereins.“ Für den größten Halterner Verein mit seinen rund 5000 Mitgliedern gehe es jetzt aber darum, klarzustellen, wo die Daten elektronisch lagern und wer darauf Zugriff haben soll. Seit Jahren arbeite man mit solchen Richtlinien, sie seien jetzt nur weiterentwickelt worden.

„Der Verein Freibad Sythen erstellt zur Zeit eine interne Datenschutzrichtlinie, in der die wesentlichen Prozesse exakt beschrieben werden“, so Rathmer. Er stellt klar: „Unser Verein speichert Daten ausschließlich auf eigenen Speichermedien. Der vereinsinterne Zugriff ist auf Personen beschränkt, die mit der Mitgliederverwaltung befasst sind.“

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„Auch als Vorsitzender habe ich bei uns keinen Zugriff auf alle Mitgliederdaten“, sagt Rupert Joemann vom ATV Haltern. Das sei im Computer per Rechtevergabe so geregelt. Abteilungsleiter können zum Beispiel die jeweils für sie relevanten Namenslisten einsehen, aber keine Kontodaten.

„Es wird sicherlich mehr Aufwand auf uns zukommen“, sagt Joemann. Es sei bereits der Besuch einer Mitarbeiterin des Landessportbundes geplant, die den ATV über die neue Verordnung berät. „Dann sehen wir, ob wir die eine oder andere Stellschraube nachdrehen müssen.“ Eventuell müsste es sogar offiziell einen Datenschutzbeauftragten geben. Aktuell spreche man zum Beispiel schon mit den Übungsleitern, ob sie etwa ihre Telefonnummern im Internet veröffentlicht haben wollen. „Es geht aber so weit, dass wir die Mitglieder erst fragen müssen, ob wir ihnen Rundschreiben schicken dürfen“, so Joemann.

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Wie bei vielen Vereinen gibt es auch bei der Halterner Schützengilde mit ihren 1200 Mitgliedern schon einen Abschnitt auf zum Datenschutz auf den Anträgen. „Wir verpflichten uns, die Daten nicht an Dritte weiterzugeben, brauchen aber ja Bankdaten, um die Beiträge einzuziehen und Geburts- und Eintrittsdaten, um Geburtstage und Jubiläen feiern zu können“, sagt Gildepräsident Axel Schmäing.

Vor 20 Jahren seien die Mitgliedsanträge aber noch andere gewesen, der Schatzmeister der Gilde prüfe jetzt, ob langjährige Mitglieder zum Beispiel noch eine Zusatzklausel unterschreiben müssen.