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Anlage am Südufer könnte gesperrt werden

Bootssteg an der Hullerner Straße vor dem Aus?

Gelsenwasser überlegt, den Zugang zum See an der Hullerner Straße zu schließen. Dann könnte der Nikolaus nicht mehr per Boot zu den Kindern kommen.

Haltern

, 27.04.2018
Anlage am Südufer könnte gesperrt werden

Vom Steg an der Hullerner Straße haben Halterner und Touristen einen wunderbaren freien Blick auf den See.

Der Segelclub Stevertalsperre bereitet seinen Umzug vor. Damit die Stadt ihr Projekt „See schlägt Wellen“ vollenden kann, verlegt er in Absprache mit Gelsenwasser und Stadt sein Vereinsgelände von der Hullerner Straße (in direkter Nachbarschaft zur Seestern-Ruine) zur Stadtmühlenbucht. Wann das genau sein wird, steht laut Segelclub jedoch noch nicht fest. Im Gegenzug hat die Gelsenwasser AG erste Überlegungen angestellt, die Steganlage am Südufer zu schließen und den Zugang zum See hier zu versperren.

Das hätte auch Folgen für Paddler und Kanuten

Das hätte zur Folge, dass nicht-vereinsgebundene Kanuten und Paddler nicht wie bisher ihre Boote hier zu Wasser lassen können. Und auch der Nikolaus könnte am 6. Dezember nicht mehr mit einem Boot zu den Kindern übersetzen. Das aber ist eine einzigartige, von der Werbegemeinschaft ins Leben gerufene Tradition, zu der sich hunderte Kinder mit Eltern und Großeltern am Stausee-Ufer versammeln. Mit einem Antrag an den Rat versuchen CDU-Fraktion und Junge Union, Gelsenwasser umzustimmen.

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Neben dem Hauptzweck der Wassergewinnung sei der stadtnah gelegene See ein zentraler Punkt für die Naherholung. Es gebe nur wenige Stellen, an denen die Menschen direkt ans Wasser herankönnen. „Es besteht großes Interesse, diesen Zugang offen zu halten. Vom Steg aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf den See“, schreiben die Unterzeichner Franz Schrief, Frank Schürmann und Robin Zürn. Denn es ist auch Philosophie von „See schlägt Wellen“, die Menschen von der Stadt ans Wasser zu bringen und umgekehrt. CDU und Junge Union bitten darum, die Anlage zu erhalten: „Am Ende des Projektes darf man nicht vor einem Zaun stehen.“

„Wir stehen am Anfang der Diskussion“

Ein Unternehmenssprecher der Gelsenwasser AG bestätigte, dass der Steg nach dem Umzug der Segler möglicherweise über kurz oder lang zur Disposition steht. 2018 bleibe allerdings alles, wie es ist. Danach werde man sehen. Das Wasserversorgungs-Unternehmen ist bestrebt, eine einvernehmliche Lösung mit der Unteren Wasserbehörde und der Stadt zu finden und dabei auf die Interessen der Freizeitsportler zu achten. Es werde aktuell kein Vollzug gemeldet, so der Sprecher. „Wir stehen am Anfang der Diskussion.“ Denkbar ist auch eine Schließung mit neuer Lösung an anderer Stelle.