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Weniger Unfälle mit Motorradfahrern in 2009

Präventionsaktionen

Es gibt viele Gründe, weshalb Haltern Motorradfahrer magisch anzieht. Und daher auch einen festen Platz in der Unfallstatistik hat. Doch die Aufklärungsarbeit der Polizei scheint erste Früchte zu tragen: „Die Unfallzahlen sind rückläufig“, sagt Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber.

HALTERN

von Von Sonja Kostersitz

, 16.08.2010
Weniger Unfälle mit Motorradfahrern in 2009

Die Aufklärungskampagne zeigt Wirkung: Der Trend zeigt kreisweit eine rückläufige Zahl von Motorrad-Unfällen.

Zwar lägen für die erste Jahreshälfte noch keine konkreten Zahlen vor, der kreisweite Trend sei jedoch deutlich, „und es sind gute Zahlen“, sagt Wilming-Weber. Weniger Unfälle, weniger Verletzte, „und wo wir im vergangenen Jahr noch einen Verkehrstoten zu beklagen hatten, da gab es bis dato noch keinen“.

Für Andreas Wilming-Weber ein klares Zeichen, dass die Polizei „auf dem richtigen Weg“ sei, die Botschaft allmählich ankommt. Seit rund drei Jahren nehmen die Verkehrshüter Zweiräder gezielt in den Blick, die Unfallstatistik mahnte zum Handeln. Im Jahre 2008 allein 145 Unfälle mit Motorrädern, 97 Leicht- und 46 Schwerverletzte, zwei Menschen bezahlten mit dem Leben.  

Mit 144 Motorradunfällen, bei denen 91 Fahrer leicht, 52 schwer verletzt wurden und ein Mensch starb, änderte sich der Kreis-Trend im vergangenen Jahr höchstens latent. Sieben Motorradfahrer wurden 2009 allein auf Halterner Gebiet schwer verletzt. Und schärften die Augen der Verkehrshüter. Denn speziell Haltern mit seinem ländlichen Ambiente und den vielen Landstraßen sei laut Wilming-Weber „ein klassischer Motorradbereich“. Das wissen auch die „Motorrad-Missionare“ und wurden zum Saisonstart aktiv. Den ersten Infostand bauten sie im April am Biker-Treff Drügen Pütt auf – und viele weitere im gesamten Vest.

„Repressiv und präventiv“, formuliert Wilming-Weber die Marschroute. Bei Rasen Sanktion, doch vorher Information. Schwerpunktkontrollen an berüchtigten Stellen wechseln sich ab mit gezielten Gesprächen. Und die setzen auf Konfrontation – mit den Folgen der Raserei. „Wir zeigten den Bikern Schock-Videos“, so Wilming-Weber. „Bilder bleiben einfach länger im Gedächtnis.“ Motorräder, die gegen Laster verlieren. Zweiradfahrer, von der Straße abgekommen und tödlich gegen einen Baum geprallt. 25 Prozent der Motorradunfälle sind Alleinunfälle, und eine weitere Zahl soll alarmieren. Das Risiko des Unfalltodes ist im Vergleich zum Autofahrer 18 Mal so hoch, das Bewusstsein der Biker scheint gestiegen. „In Haltern sind die Motorradfahrer sehr zugänglich für Gespräche“, sagt Wilming-Weber. Das lässt hoffen.

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