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Weniger als fünf Prozent der Verkaufsfläche steht leer

Keine Krise

Der erste Eindruck schockt: Schon wieder sind neue Schaufenster verhüllt - Räumungsverkauf, Geschäftsaufgabe, Laden zu vermieten. Aber der Eindruck täuscht. Sagt die Wirtschaftsförderung.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 19.08.2010
Weniger als fünf Prozent der Verkaufsfläche steht leer

Hier gab es bis vor kurzem noch alles rund ums Tauchen - SilverWave hat am Gantepoth zum zweiten Mal dicht gemacht.

Und Judith Kreft, Axel Schmäing (Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung) und der Technische Beigeordnete Wolfgang Kiski sind sich einig.

„Wir haben nur ein Problem, dass wir noch kein Problem haben“, betont Axel Schmäing. Von den 17 000 Quadratmetern reine Verkaufsfläche in der Innenstadt (1 a-, 1 b- sowie 2er-Lage) stehen momentan weniger als fünf Prozent leer, rechnet Judith Kreft vor. „Wir haben noch keine Verhältnisse wie in einigen Nachbarstädten, wo man teilweise über Verödung und Verwaisung der Ladenlokale klagt“   Das Trio macht sich keine Sorgen, der Einzelhandel vor Ort kranke nicht, im Gegenteil. Für fast alle geräumten Lokale gebe es Interessenten, einige werden gerade umgebaut, wieder eröffnet. „Alle wollen nach Haltern, allerdings möglichst in die Rekumer- und Merschstraße, die sich in den letzten Jahren toll entwickelt hat.“ Das lässt Kiski aufhorchen: „Wir sind aber zuversichtlich, dass uns die Verhältnisse in den Nachbarstädten nicht einholen .“ Man warte nicht einfach ab. Auch wenn die Veränderungen strukturbedingt seien – horrende Mietvorstellungen (nach unten wie oben), Eigentümerwechsel, Miet-Laufzeit, unglückliche Raumaufteilung –, sei man auf der Hut.  

„Wir wollen es gar nicht so weit kommen lassen.“ Kiski lobte das sehr gute Zusammenspiel aller Beteiligten, das zu einer viel attraktiveren Innenstadt geführt habe. Die Belebung durch zum Beispiel „Haltern bittet zu Tisch“, Weinfeste, verkaufsoffene Sonntage, Heimatfest, Großveranstaltungen wie Public Viewing zur EM und WM oder Ausstellungen im Römermuseum zu der alle nicht nur dekorationsmäßig an einem Strick ziehen, trage Früchte.   Mit der Immobilien-Standortgemeinschaft Haltern am See (ISG) sieht Kiski die Stadt auf dem richtigen Weg: „Gemeinsam können wir Leerstände vermeiden oder wenigstens abkürzen, zusammen können wir einen ausgeglichenen Branchenmix, Fassaden- und Straßengestaltung angehen und uns insbesondere um die Aufwertung der Nebenstraßen kümmern.“

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