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Handwerk heizt Ungarn ein

BOCHUM Das Handwerk zeigt soziale Verantwortung nicht nur vor Ort: Seit elf Jahren helfen Geld- und Sachspenden aus Bochum beim Aufbau von Ausbildungsstätten für junge Menschen in Osteuropa.

von Von Sabine Strohmann

, 12.12.2007
Handwerk heizt Ungarn ein

<p>Hans-Jürgen Dörrich, Don Bosco-Geschäftsführer, Kuratoriumsvorsitzender Johann Philipps und Johannes Motz, Vorsitzender des Stiftungsrates "Von Werkstatt zu Werkstatt" (v.l.). sara</p>

Das neueste Projekt hat das Kuratorium erst gestern beschlossen: Die Stiftung "Von Werkstatt zu Werkstatt" wird im nächsten Jahr die Heizungsanlage in einer neuen Ausbildungsstätte in einem Dorf in Nordungarn mit finanzieren. Und nicht nur das: "Neben der Finanzspritze werden wir auch noch Sachspenden und Beratung leisten", erklärte gestern Kuratoriumsvorsitzender Johann Philipps. Der Bochumer Kreishandwerksmeister hatte die Stiftung mit einem derzeitigen Kapital von 831 000 Euro im Januar 1996 mit seinem Bruder gegründet.

Seither wurden mit den Erträgen der Stiftung sowie Spenden Werkstätten in Ex- Jugoslawien, Russland, Ukraine und Polen aufgebaut - immer mit einem fachkundigen Partner vor Ort - den Salesianern Don Boscos, Ordentsleuten, die jungen Menschen zu qualifizierter Aus- und Weiterbildung verhelfen.

"Hilfe zur Selbsthilfe", beschreibt Philipps den Grundgedanken, der auch in Ungarn verfolgt wird. Die Region ist dem Ruhrgebiet ähnlich: eine ehemalige Kohleregion mit Schwerindustrie, die nun den Strukturwandel bewältigen muss.

Moderne Technik

Don Bosco betreibt dort schon seit vielen Jahren eine Schule und eine Ausbildungsstätte in den gängigen Handwerksberufen. Schon vor Jahren wurden Maschinen aus Bochum dorthin transportiert. "Eine Schuhmachermaschine aus Wattenscheid tut dort noch ihre Dienste", berichtet Philipps.

Doch für eine aussichtsreiche Zukunft muss auch moderne Technik Einzug halten. Das soll sie in der neuen Werkstatt, an deren Kosten sich die Stiftung "Von Werkstatt zu Werkstatt" beteiligt. Auf Vorschlag des Stiftungsratsvorsitzenden, KH-Geschäftsführer Johannes Motz, soll auch bei der Heizungsanlage aktuelles technisches Knowhow aus Bochum zum Einsatz kommen: die Geothermie. Vor der ersten Bohrung muss aber die Machbarkeit geprüft werden.

 

Spendenkonten: Stiftung von Werkstatt zu Werkstatt, Konto-Nr. 155 396, Sparda Bank West BLZ 370 605 90, oder Konto-Nr. 6384 684, bei der National Bank Bochum, BLZ 360 200 30