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Handy-Gebühren im Ausland: EU will neue Obergrenzen

Brüssel (dpa) Die EU-Kommission peilt neue Obergrenzen für Handy-Gebühren bei der Nutzung im Ausland an. Weil viele Anbieter nicht sekundengenau abrechnen, müssen die Kunden nach Auffassung der Brüsseler Behörde bisher häufig zu viel bezahlen.

Handy-Gebühren im Ausland: EU will neue Obergrenzen

Nach Ansicht der EU-Kommission zahlen Kunden häufig zu viel für Gespräche und SMS-Nachrichten im Ausland. (Bild: dpa)

Nationale Aufsichtsbehörden könnten gegen diese Mehrbelastung bei der grenzüberschreitenden Nutzung nicht vorgehen, die EU hingegen schon. «Dies wird die Kommission in den nächsten Wochen erwägen», sagte ein Sprecher von EU-Medienkommissarin Viviane Reding am 28. August in Brüssel. Auch SMS-Textnachrichten seien zu teuer.

Die nationalen Regulierungsstellen empfehlen nach Brüsseler Angaben auch, eine Preisgrenze für grenzüberschreitende SMS vorzuschreiben. Für Endkunden wären demnach 11 bis 15 Cent plus Mehrwertsteuer pro Textnachricht angemessen.

Für normale Handygespräche im Ausland werden die Höchstpreise nach Kommissionsangaben von Sonntag an gesenkt. Die Anbieter dürfen ihren Kunden dann für selbst gewählte Verbindungen pro angefangener Minute höchstens 46 Cent statt bisher 49 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer berechnen. Ankommende Gespräche dürfen noch 22 Cent statt bisher 24 Cent plus Steuern kosten.

Die EU hatte im vergangenen Jahr erstmals Obergrenzen für Handy-Gebühren bei Auslandsgesprächen eingeführt. «Mehr als 400 Millionen Verbraucher haben daraufhin von erheblichen Einsparungen von rund 60 Prozent bei abgehenden und ankommenden Gesprächen auf privaten und geschäftlichen Reisen profitiert», behauptete Kommissarin Reding laut einer Mitteilung. «Die nächste Herausforderung besteht jetzt darin, einen Binnenmarkt für SMS und Datendienste bei Auslandsverbindungen zu schaffen.» Sie hoffe auf Fortschritte noch in diesem Jahr.

Die Aufsichtsbehörden hatten laut Kommission festgestellt, dass die Kosten für die grenzüberschreitende Datenübertragung in Mobilfunknetzen «für viele Verbraucher noch immer sehr hoch» seien. Im ersten Vierteljahr 2008 zahlte ein Kunde demnach 2,05 Euro pro Megabyte, wenn die Daten von Konzernpartnern seines Anbieters übermittelt werden. Bei konzernfremden Unternehmen koste das im Schnitt sogar 5,40 Euro. Italienische und slowakische Kunden müssten unter Umständen sogar mehr als 12 Euro je Megabyte zahlen.

Mitte August hatten die Aufsichtsbehörden in einem Bericht die Berechnungsmethoden der Mobilfunkbetreiber kritisiert: Die Unternehmen berechneten ihre Gebühren häufig nicht sekundengenau, sondern pro angefangener Minute. Deshalb müssten die Kunden im Durchschnitt 24 Prozent mehr Minuten zahlen, als sie tatsächlich telefonierten, hieß es.

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