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Handys als Mode-Accessoire und High-Tech-Gerät

Barcelona (dpa/gms) - Der Handy-Markt gilt als gesättigt. Also müssen sich die Hersteller etwas Besonderes einfallen lassen, um weiterhin Mobiltelefone verkaufen zu können. Was den Druck angeht, Neues zu präsentieren, sitzen sie in einem Boot mit den Mobilfunkanbietern.

Diese brauchen Handys, die ihre Besitzer dazu bringen, sie häufiger als bisher zu nutzen - am besten nicht nur zum Telefonieren. Dass ein Handy auch als MP3-Player genutzt werden kann, ist fast schon die Regel. Mit seinem Walkman-Handy hat Sony-Ericsson gewissermaßen die Referenz geschaffen. Auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona wurde das neueste Modell der Serie, das 880i vorgestellt. Das vergleichsweise flache Gerät ist UMTS-tauglich und somit auch für den mobilen Musikdownload geeignet.

Samsung präsentiert in Barcelona das SGH-F300 - eine Kombination aus Handy und MP3-Player: Auf der Vorderseite sieht es aus wie ein normales Handy. Dreht der Besitzer es um, kommt die Bedienoberfläche eines tragbaren Musikspielers zum Vorschein. Das ebenfalls neue SGH-F500 spielt Filme im DivX-Format ab, mit dem sich Filme in ihrer Datengröße stark reduzieren lassen. Das ist ideal für mobile Geräte, die wenig Speicher besitzen, aber auch für den Download. Vorerst legt Samsung jedoch noch eine Software bei, mit der Besitzer des F500 ihre Filme auf dem PC zunächst selbst kleiner machen, um sie später unterwegs auf dem Handy betrachten zu können.

Noch sei der Download von Musik und erst recht von Filmen aufs Handy aber eine Nischenanwendung, sagt Samsung Produktmanager Alexander Avramidis. Aber das Herunterladen von Musik und Videos wird kommen und den Providern die erhofften UMTS-Einnahmen bescheren. Zunehmen wird auch die Anbindung an das mobile Internet.

Vodafone kündigte einige Tage vor der 3GSM entsprechende Kooperationen unter anderem mit MySpace an, der Internet-Plattform für soziale Netzwerke. Nokia will im Frühjahr das N95 auf den Markt bringen. Es besitzt eine Funktionstaste für YouTube-Nutzer - per Knopfdruck werden selbst gemachte Videos auf die YouTube-Seite geladen.

Handy-TV entwickelt sich in Deutschland noch schleppend. In Barcelona sind dennoch neue Endgeräte zu sehen: das N77 von Nokia etwa oder das F510 von Samsung. Und auch das KU950 von LG gehört dazu.

Das Thema Internet-Telefonie spielt auf der 3GSM nur eine Nebenrolle. Doch vom onlinefähigen Handy mit drahtlosem Internetzugang WLAN ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Handy, das auch für VoIP genutzt werden kann. Das Nokia E65 ist entsprechend ausgestattet. Der Besitzer kann es als herkömmliches Handy nutzen und hat die Möglichkeit - wenn ein Hotspot bereitsteht - Kosten sparend über das Internet zu telefonieren.

Einfach ein neues schickes Handy zu haben, ist für viele Nutzer ebenfalls ein Kaufanreiz. So setzt der koreanische Herstelller LG vor allem auf Design. Das im vergangenen Jahr eingeführte Chocolate-Handy hat sich bisher rund acht Millionen Mal verkauft. Ein vergleichbarer Kassenschlager soll Shine werden, das LG in Barcelona vorstellt. Das in einem Gehäuse aus Metall untergebrachte Gerät gibt es in drei Varianten: als Slider, als Slider mit Kamera und UMTS sowie als Bartype-Modell.

Bei LG ist viel Silber und viel Schwarz zu sehen - bunter soll es laut Pressesprecher Björn Bourdin auch nicht werden. «Wir werden aber noch mit anderen Materialien experimentieren.» Leder etwa oder transparente Oberflächen. Insgesamt dominieren gedeckte Farben. «Letztlich greifen die meisten Käufer dann aber doch zum silbernen Handy», sagt Alexander Avramidis von Samsung.

Einsteiger-Modelle, die im Laden für rund 50 Euro den Besitzer wechseln werden, sind auf der 3GSM ebenfalls zu sehen. Das andere Ende der Preisspanne verkörpert das von LG gebaute Prada-Handy. Das Gerät besitzt keine Tastatur, sondern wird über den berührungsempfindlichen Bildschirm bedient. Ähnliches hatte Apple vor wenigen Wochen für das iPhone angekündigt, das in Deutschland aber erst gegen Ende des Jahres erhältlich sein wird. Das Prada-Phone kommt im März für 600 Euro ohne Vertrag.

Sigrid Wolf von Nokia sieht eine weitere Entwicklung: «Navigation auf dem Handy wird bald ein Massen-Ding.» Nokia zeigt in Barcelona unter anderem das 3110 Navigator mit eingebautem GPS-Empfänger. Auch von anderen Herstellern wie Sony-Ericsson wird es bald Geräte mit integriertem GPS geben.

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