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Hilfe vom "Schließer"

Handys per Milchtüte in JVA geschmuggelt

BOCHUM Handys, Porno-CDs, Parfum und mehr: Ein Gefangener der JVA-Bochum ließ 2014 mindestens zweimal heiße Ware ins Gefängnis schmuggeln - und zwar in Milchtüten versteckt. Das hat er am Montag vor Gericht gestanden. Sein wichtigster Helfer war angeblich einer der "Schließer".

Handys per Milchtüte in JVA geschmuggelt

Der Angeklagte und sein Verteidiger.

Der Angeklagte war Ende 2013 von der JVA Geldern nach Bochum verlegt worden. Kurz darauf kam auch schon die erste verbotene Lieferung. "Er wollte mit seiner Ehefrau telefonieren", sagte der Verteidiger vor dem Bochumer Landgericht.

Das Handy war ein einer Milchtüte versteckt. "Der Schließer hat die Packung in einem Mülleimer deponiert", sagte der Angeklagte den Richtern. "Da haben wir sie dann herausgeholt." Versteckt  wurde das Mobiltelefon später in der Nähe der JVA-Druckerei. Es war offenbar zu riskant, es mit auf die Zelle zu nehmen.

Florierender Handel

Später hat der Angeklagte noch eine zweite Schmuggel-Aktion in Auftrag gegeben. Laut Anklage war auch Haschisch dabei. Das streitet der 31-Jährige jedoch ab. "Mit Drogen habe ich nichts zu tun", sagte er den Richtern. Dafür seien aber mehr Handys angeliefert worden. "Die wurden an andere Gefangene weiterverkauft."

Der JVA-Bedienstete soll pro Lieferung 500 Euro erhalten haben. Er muss demnächst ebenfalls vor Gericht. 

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