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Portrait

Hannelore Kraft - Von der Straßenbahnertochter zur Landesmutter

DÜSSELDORF Sie kommt aus einfachen Verhältnissen. Dennoch schaffte es Hannelore Kraft, als erste Frau in Nordrhein-Westfalen den Regierungschef-Sessel zu erklimmen. Die 51-Jährige ist eine Frau aus dem Ruhrgebiet, Straßenbahnertochter, in ihrer großen Mülheimer Familie die erste mit Abitur.

Hannelore Kraft - Von der Straßenbahnertochter zur Landesmutter

Hannelore Kraft wurde erneut zur Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen gewählt.

Mit Zähigkeit biss sie sich durch. Sie wurde Diplom-Ökonomin, Unternehmensberaterin und trat 1994 in die SPD ein. Auf den parteiinternen Aufstieg über die sogenannte Ochsentour verzichtete sie, wurde aber dennoch 2001 Europaministerin im Landeskabinett von Wolfgang Clement (SPD). Weitere Karrierestationen nahm sie im Laufschritt: NRW-Forschungsministerin, Landtagsfraktions- und Landesparteichefin, stellvertretende Bundesvorsitzende und 2010 Kopf einer rot-grünen Minderheitsregierung in NRW. Bei der Landtagswahl im Mai führte sie die SPD über die 39-Prozent-Marke und kann jetzt mit rot-grüner Mehrheit regieren. Laut „Politbarometer“ ist sie inzwischen sogar Deutschlands beliebteste Politikerin. Bodenhaftung und die Bindung an ihre Familie halten die Mutter eines 19-jährigen Sohnes bisher davon ab, dem Ruf nach einer Kanzlerkandidatur nachzugeben.

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