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Hannover Rück hält Jahresziele aufrecht

Hannover (dpa) Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück hält trotz eines überraschend starken Gewinneinbruchs im zweiten Quartal im Grundsatz an seinen Jahreszielen fest.

Hannover Rück hält Jahresziele aufrecht

Im zweiten Quartal sank das operative Ergebnis der Hannover Rück von 313,5 auf 154,6 Millionen Euro.

Zwar sei der angestrebte Gewinn je Aktie (EPS) in Höhe von 5 Euro schwieriger zu erreichen, je länger die Turbulenzen an den Aktienmärkten anhielten, sagte Vorstandschef Wilhelm Zeller am Donnerstag in Hannover. Eine Eigenkapitalrendite von mehr als 15 Prozent sehe das Unternehmen aber weiterhin als realistisch an. Im zweiten Quartal sank der Überschuss nach Minderheitsanteilen Dritter von 169,4 auf 100,8 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis sank von 313,5 auf 154,6 Millionen Euro. Das Kapitalanlageergebnis ging von 328,0 auf 182,5 Millionen Euro zurück. Auch bei den Prämien verzeichnete die Hannover Rück im zweiten Quartal eine Rückwärtsentwicklung, unter anderem wegen des schwachen US-Dollar. Die Bruttoprämieneinnahmen sanken um 10,3 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Die verdienten Nettoprämien gaben um 11,8 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro nach. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen hingegen mit einer leichten Steigerung der Nettoprämien im Vergleich zum Vorjahr. Dazu soll vor allem die Personen-Rückversicherung beitragen, in der ein Prämienanstieg von 10 Prozent erwartet wird.

Unterdessen hatte die Hannover Rück im zweiten Quartal recht geringe Großschäden zu verkraften. Das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan wirkte sich in den Büchern des Unternehmens nur mit 20 Millionen Euro aus - obgleich es sich um eine «menschliche Tragödie» gehandelt habe. Hagelstürme und schwere Regenfälle in Süddeutschland führten Ende Mai und Anfang Juni zu einer Belastung von rund 30 Millionen Euro. Insgesamt betrug die Netto- Großschadenbelastung für das erste Halbjahr 130,0 Millionen Euro nach 214,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote der Schaden-Rückversicherung sank im ersten Halbjahr auf 98,4 Prozent, nachdem der Wintersturm «Kyrill» sie im Vorjahreszeitraum auf 102,1 Prozent getrieben hatte. Im zweiten Quartal verbesserte sie sich von 99,1 auf 97,4 Prozent. Je weiter dieser Wert unter 100 Prozent liegt, desto stärker sind die Aufwendungen für Schäden und Verwaltung alleine durch Beitragseinnahmen gedeckt.

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