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Hasenhüttl und Stöger flachsen: „Flott für Beamten-Fußball“

Leipzig. Der BVB rutscht einen Platz ab. RB Leipzig bleibt außerhalb der Champions-League-Ränge. Frustriert sind beide Teams nach dem 1:1 in einem teils mitreißenden Offensivspektakel aber keineswegs.

Hasenhüttl und Stöger flachsen: „Flott für Beamten-Fußball“

Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl (l) und Dortmunds Coach Peter Stöger spielten früher zusammen für Austria Wien. Foto: Annegret Hilse

Ralph Hasenhüttl und Peter Stöger nahmen nach dem 1:1 im Topspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund die jüngste Kritik mit Humor.

„Wir haben gerade geflachst: Für Beamten-Fußball wart ihr ganz schön flott unterwegs“, sagte RB-Coach Hasenhüttl nach dem Offensivspektakel mit verschmitztem Grinsen. „Für Krise auch“, erwiderte BVB-Kollege Stöger.

Da saßen die beiden Trainer nun, die in den vergangenen Tagen mäßige Ergebnisse und enttäuschende Auftritte ihrer Teams hatten erklären müssen. Ihre Bundesliga-Begegnung vor 42.558 Fußballfans in der Leipziger Red Bull Arena hatte jedoch vor allem in der ersten Halbzeit Kurzweil geboten und sich in Sachen Spektakel, Unterhaltung und Leidenschaft Bestnoten verdient. Stöger blieb dank BVB-Torgarant Marco Reus (38. Minute) zudem im zehnten Match als Coach der Dortmunder ungeschlagen. „Wir fahren einigermaßen zufrieden nach Hause“, sagte der Österreicher.

Leipzig beendete immerhin eine Negativserie von drei Pflichtspielniederlagen, konnte aber erneut eine Führung, wieder erzielt durch Jean-Kévin Augustin (29.), nicht verteidigen. „Wir müssen mit dem Punkt leben. Unterm Strich war er gerecht“, sagte Hasenhüttl. Er weiß aber auch: „Der Punkt ist für Dortmund sicher wertvoller.“

Entscheidend weiter brachte das Remis keines der beiden Teams. Der BVB (42 Punkte) rutschte sogar vom zweiten auf den dritten Platz hinter Erzrivale FC Schalke 04 (43). Leipzig bleibt nach dem 25. Spieltag Sechster (39) und damit außerhalb der angestrebten Champions-League-Plätze. Es werde bis zum Schluss ein Rennen mit fünf Mannschaften sein, die um drei Plätze kämpfen würden, prophezeite Hasenhüttl. „Wir sind jetzt die Jäger“, betonte RB-Kapitän Willi Orban: „Vielleicht liegt uns das jetzt ein bisschen mehr.“

Vor den nächsten Englischen Wochen zeigten beide Mannschaften vor allem in der ersten Hälfte eine Offensivspektakel. Die BVB-Profis wollten das schwache 1:1 daheim gegen den FC Augsburg sichtbar vergessen machen. Und wieder war es Reus, der nun gegen alle 17 aktuellen Ligarivalen mindestens einmal getroffen hat. Nach einem perfekten Pass von Mahmoud Dahoud umkurvte Reus mit Eleganz Leipzigs Torwart Peter Gulacsi und schob den Ball ins RB-Tor.

Reus erzielte damit alle BVB-Treffer in den vergangenen drei Ligapartien. „Er ist gut drauf, keine Frage“, sagte Stöger. Erst am 10. Februar hatte Nationalspieler Reus beim 2:0 gegen den HSV sein Comeback nach 259 Tagen und seinem Teilriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie gefeiert. Man stehe mit Reus im engen Austausch, wolle ihn nicht überbelasten, betonte Stöger.

Gerade jetzt steht aber auch noch das Achtelfinale der Europa League an, Gegner ist der international als FC Salzburg firmierende Club, der Red Bull nur noch als Hauptsponsor hat. Die Dortmunder RB-Wochen gehen also gleich weiter, am Donnerstag erstmal zuhause. In der Liga empfängt der BVB am kommenden Sonntag den Tabellenvierten Eintracht Frankfurt, der jetzt punktgleich mit Dortmund ist.

Leipzigs Aufgaben werden nicht minder anstrengend. Auf das Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg am Donnerstag folgt die Reise zum VfB Stuttgart, dem ehemaligen Verein von Timo Werner. Der Nationalstürmer steckt nun schon seit dem 20. Januar in der Liga-Torflaute. Dafür ist bei RB derzeit auf Augustin Verlass: Er erzielte die drei Tore in den vergangenen drei Meisterschaftspartien. Doch für einen erfolgreichen Saison-Endspurt dürfte RB auch Werners Tore brauchen.

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