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Hauseigentümer erschießt Eindringling in Hamburg

Hamburg (dpa) Horror-Szenario in Hamburg: Zwei Unbekannte klingeln am späten Abend an der Haustür. Als der Besitzer einen Spalt weit öffnet, treten die Männer die Tür ein. Der Bewohner greift zur Waffe und schießt - ein Eindringling stirbt. Ist es ein Fall von Notwehr?

Hauseigentümer erschießt Eindringling in Hamburg

Ob der Hausbewohner aus Notwehr handelte, ist unklar. Foto: Daniel Bockwoldt

An seiner Haustür hat ein Mann in Hamburg auf einen Eindringling geschossen und ihn tödlich verletzt. Der 25-Jährige sei nach dem Schuss in der Nacht zum Mittwoch mit seinem Komplizen geflüchtet und an einer nahen Straßenkreuzung zusammengebrochen, teilte die Polizei mit.

Auch die rasche Hilfe eines Notarztes habe ihn nicht mehr gerettet, er starb an seinen Verletzungen. Der zweite Mann setzte seine Flucht fort. Die Hamburger Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für einen Haftbefehl gegen den 63 Jahre alten Schützen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei gab der Hauseigentümer einen Schuss ab, als die beiden Einbrecher die Haustür eintraten und einer von ihnen in den Flur eindrang. Der überfallene 63-Jährige hatte die Polizei selbst alarmiert. Er wurde vorläufig festgenommen, kam aber nach Vernehmung und erkennungsdienstlicher Behandlung wieder auf freien Fuß. «Wir sehen Anhaltspunkte für Notwehr», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ob auch die Einbrecher bewaffnet waren, konnte sie nicht sagen. Die Polizei schloss dies nicht aus. Ob der 63-Jährige seine Pistole legal besaß, blieb ebenfalls offen. «Dazu sagen wir nichts», erklärte eine Polizeisprecherin.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler hatten die beiden Männer schon vor dem tödlichen Zwischenfall unter einem Vorwand an der Haustür des Einfamilienhauses geklingelt, waren dann aber wieder gegangen. Etwa 15 Minuten später - kurz vor 23.00 Uhr - klingelte das Duo erneut. Als der 63-Jährige wieder die Tür öffnete, war diese noch mit einem Riegel gesichert. Die Täter traten die Tür den Angaben zufolge ein. Der kurz darauf von einem Schuss getroffene 25-Jährige soll etwa zwei Meter groß und bereits polizeibekannt gewesen sein.

Der Schütze lebt nach Angaben von Nachbarn allein mit seinem pflegebedürftigen Vater in dem Haus. Vor etwa einem halben Jahr sei bei den beiden bereits eingebrochen und eine größere Geldsumme gestohlen worden. Das bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte ein 40-Jähriger in Hannover nachts auf einen jungen Mann geschossen, den er für einen Einbrecher hielt. Der 18-Jährige starb. Der Schütze berief sich auf Notwehr. Die Ermittler sehen aber Ungereimtheiten in seiner Darstellung. Der Mann sitzt wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.

Mitteilung der Polizei

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