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Breite Erntefahrzeuge machen Ärger

Wirtschaftswege

Zu viele landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren zu schnell durch die zu schmalen Straßen der Gemeinde Heek. Diesen Eindruck hat zumindest der Heeker Herbert Moritz. Den teilt Herbert Gausling, Leiter des Fachbereichs für Planen, Bauen und Verkehr, nicht. Er meint: „Schäden oder Gefahren für Fahrradfahrer entstehen nicht.“

HEEK

, 04.11.2014

Es sei aber tatsächlich so, dass während der Erntezeit mehr landwirtschaftliche Fahrzeuge die Ortsdurchfahrt B 70 nutzen. Die Gemeinde sei landwirtschaftlich geprägt und die B 70 sei die Verbindung zwischen den Bauerschaften. Deswegen könne die Straße nicht vermieden werden. Dem stimmt auch Bernhard Ostendorf, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Heek, zu. Seiner Meinung nach ist die Straße allerdings zu eng für die breiten Fahrzeuge. „Man muss schon mit angepasster Geschwindigkeit fahren und das war wahrscheinlich auch die Absicht bei der Sanierung. Dass dort viel zu schnell gefahren wird, ist mir aber noch nicht aufgefallen“, sagt er. Er habe aber auch schon gesehen, dass ein Mähdrescher über die Bordsteine gefahren ist, weil er den Verkehrsinseln in der Mitte der Straße ausweichen musste.

„Sobald solche Schäden bei der Gemeinde Heek bekannt sind, werden sie auch behoben“, sagt Herbert Gausling. In diesem Jahr seien aber noch keine Beschädigungen an Straßen oder Wirtschaftswegen bekannt, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen verursacht wurden. Fahrzeuge mit bis zu drei Metern Breite dürfen die Ortsdurchfahrt nutzen. Mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen auch Fahrzeuge mit einer Breite von 3,50 Metern durch den Ort fahren. „Mähdrescher und Maishäcksler haben in der Regel so eine Genehmigung“, sagt Herbert Gausling. Genau das ärgert Herbert Moritz, der Radtouren beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) leitet. „Diese Fahrzeuge stellen für Fußgänger und Fahrradfahrer innerhalb geschlossener Ortschaften eine immer größer werdende Gefahr dar“, sagt er.

Herbert Gausling und Bernhard Ostendorf sind sich allerdings einig, dass der gut ausgebaute Fahrradweg an der Ortsdurchfahrt dafür sorgt, dass Fahrradfahrer dort nicht gefährdet sind. An den Wirtschaftswegen sehe das schon anders aus, sagt Bernhard Ostendorf. Diese Wege seien älter und somit nicht an die immer breiter und schwerer werdenden Fahrzeuge angepasst. „Wenn zum Beispiel einem Schlepper ein Fahrrad entgegen kommen, dass muss er schon die Straße verlassen und teilweise auch stehen bleiben. Das ist nicht immer ganz ungefährlich“, sagt Bernhard Ostendorf. Das Problem sieht auch Herbert Gausling. „Die Straßen sind sehr eng. Aber wir haben 160 Kilometer Wirtschaftswege in Heek. Die alle zu verbreitern würde enorme Kosten verursachen“, sagt er.

Der Landwirtschaftliche Ortsverband Heek fordert deswegen, dass eine Verbreiterung der Wege geprüft wird, wenn sowieso eine komplette Sanierung ansteht. Bei der Gemeinde Heek gibt es eigens eine Arbeitsgruppe, die sich Jahr für Jahr mit dem Zustand und der Sanierung der Wirtschaftswege beschäftigt. Die Abnutzung der Wege durch landwirtschaftliche Fahrzeuge ist dort aber laut Herbert Gausling momentan kein großes Thema.

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