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Der Schornstein der Molkerei bleibt

Gabelpunkt

HEEK Vier Kräne ragen in den Wolken verhangenen Heeker Himmel. Sie lassen ihre mit Baumaterial beschwerten Arme kreisen. LKW mit Paletten voller roter Klinkersteine rumpeln über das Gelände und Bauarbeiter klettern die Gerüste rauf und runter: Am Gabelpunkt herrscht größte Betriebsamkeit.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 06.08.2010

Nur einer steht still inmitten der allgemeinen Hektik: der knapp 100 Jahre alte Schornstein der ehemaligen Molkerei. Der Turm auf dem Areal des künftigen Nahversorgungszentrums schlägt eine Brücke - von der Zukunft des Einzelhandels zur industriellen Vergangenheit in der Dinkelgemeinde. Anders als die Molkerei selbst, der Bahnhof und die Genossenschaft ist er vom Abbruch verschont geblieben. Der Investor, die Firma Prokonzept aus Nordwalde, hat auf Raten des Städteplaners Heiner Farwick aus Ahaus den kleinen Backsteinschlot in die Gesamtkonzeption integriert.

Projektleiter Michael Kattenbusch erklärt, wie: "Wir werden den Schornstein einfassen und baulich sichern", kündigt er an. Zwei Bodenstrahler würden ihn künftig abends ins richtige Licht setzen. Kattenbusch ist sicher: "Das wird ein richtiger Blickfang."Der hoch aufragende Anker in der Zeit des Umbruchs bleibt nicht wie ein Fremdkörper außen vor, sondern rückt mitten ins Geschehen: Wie Kattenbusch berichtet, wird die Bäckerei Essmann im großen K+K-Markt ein Café einrichten - mit Außengelände. Seine Gäste könnten im Schatten des Schornsteins verweilen.

Am Gabelpunkt werden neben dem K+K und dem Lidl-Markt ein KiK-Modediscounter und ein Schlecker-Markt errichtet. In der Woche ab dem 16. August werden die letzten Dachstühle errichtet. Ab September beginnen die Arbeiten für die Außenanlagen - parallel zu den Innenarbeiten in den Geschäften. Im November soll das mehrere Millionen Euro teure Bauprojekt beendet sein und eine neue Ära in Heek beginnen, ohne die alte zu verleugnen - dem Schornstein sei Dank.

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