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Erstes Projekt bringt Rollfiets auf die Straße

Bürgerstiftung startet

Nachdem die Bürgerstiftung Heek/Nienborg alle Schritte vollzogen hat, um handlungsfähig zu sein, kommt das erste Projekt ins Rollen. Und das ganz praktisch.

Heek

, 29.06.2018
Erstes Projekt bringt Rollfiets auf die Straße

Die Vorteile des Rollstuhl-Transportfahrrades lernten Fahrer Burkhard Gebker und Beifahrer Heinz Kösters kennen. Die Rollfiets ist das erste Projekt der Bürgerstiftung.Foto privat © Bürgerstiftung

Der erste Test ist absolut positiv verlaufen: Heinz Kösters, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat erste Erfahrungen mit dem Rollstuhl-Transportfahrrad gemacht. Im Volksmund ist das Rad auch als Rollfiets bekannt. Mit diesem werden Rollstuhlfahrer zu Beifahrern auf dem Fahrrad. Eine große Unterstützung im Alltag.

Das Projekt Rollstuhl-Transportfahrrad ist das erste, das die Bürgerstiftung Heek/Nienborg in Angriff nimmt – und jetzt auf die Straße gebracht hat. „Die Idee ist schon recht früh im Gründungsprozess entstanden“, erinnert sich Arnold Terliesner, Mitglied des Initiativkreises und Vorstandsmitglied, an die ersten Gedanken der Gründungsmitglieder zurück. Mit dem Rollstuhl-Transportfahrrad ermöglicht man Rollstuhlfahrern unter anderem die Teilnahme an Radtouren. Mit dem angeschafften Fahrrad können Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, im Rollstuhl sitzen bleiben und leicht mit dem Fahrrad als „Beifahrer“ transportiert werden.

Ohne Hebehilfe oder viel Kraftaufwand wird der „Beifahrer“ auf die Plattform des Fahrrades gefahren. Die kippbare Auffahrtsplatte macht es möglich, den handbewegten Rollstuhl einfach auf das Rollstuhlrad zu fahren und mit der Rollstuhlverriegelung sicher zu befestigen. „Das ist fast wie normales Radfahren“, gibt Terliesner die Erfahrungswerte seines Stiftungskollegen Burkhard Gebker wieder, der die Testfahrt mit Heinz Kösters absolviert hat. Das Fahrrad – und somit das Fahren – wird mit einem Elektromotor unterstützt.

Einweisung wichtig

Heinz Kösters und Ehefrau Anneliese finden, dass dadurch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für alle Beteiligten erheblich erweitert und verbessert würden. „Die Aktion ist sehr gut, wir werden sie nutzen und weiterempfehlen“, berichtet Heinz Kösters. Anneliese Kösters ergänzt: „Wichtig ist eine Schulung vorab.“ Es gebe doch einige Dinge in der Nutzung zu beachten. Wie das Lenken. Schon gewöhnungsbedürftig, weiß Terliesner. „Grundsätzlich ist eine Einweisung erforderlich. Diese wird von der Bürgerstiftung angeboten und organisiert“, nimmt er den Faden auf.

Nach der erfolgreichen ersten Testphase würden nun weitere Schritte eruiert. „Es sieht gut aus“, blickt Terliesner zuversichtlich in die Zukunft. Der Bedarf sei in jedem Fall vorhanden. Zwei Beispiele: Terliesner denkt zum einen an die Bewohner des Schwester-Godoleva-Hauses oder auch an Eltern mit Kindern im Rollstuhl. „Das Rad bietet eine tolle Gelegenheit, den eigenen Radius zu erweitern.“

Das Fahrrad wird von der Bürgerstiftung – gegebenenfalls mit eingewiesenem Fahrer – kostenfrei oder gegen eine Spende zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner und weitere Informationen gibt es auf der Homepage.

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