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Heek gehört zu den Auserwählten

Kindergarten-Pilotprojekt

HEEK Von neuen Verwaltungsstrukturen – erst recht, wenn sie sich erst in der Testphase befinden – bekommt die Öffentlichkeit in der Regel erst einmal nichts mit. Anders in Heek: Dort leuchtet es strahlend gelb im Schwatten Grund, seitdem Christiane Hilbring als Verbundleiterin für alle Kindergärten der Gemeinde arbeitet.

von Von Sylvia Luettich-Guer

, 19.08.2010

Sie ist eine der sieben ersten im gesamten Bistum, die diese Aufgabe testet. Auf dem Rasen vorm Ludgerus-Kindergarten befindet sich das Labor für die Neustrukturierung der Kindergartenarbeit im Bistum Münster – eckig und gelb: ein Bürocontainer, den die bisherige Leiterin des Ludgerus-Kindergartens Anfang dieser Woche bezogen hat. Das Büro in ihrer bisherigen Wirkungsstätte stehe der Kindergartenleitung zu, erklärt Hilbrink, also ihrer Nachfolgerin im Amt, Christiane Brüggemann – und nicht mehr ihr, der neuen Verbundleitung. So gut sie sich auch untereinander verstünden: Dass beide in einem Arbeitsraum zusammenrückten, sei nicht möglich. „Dafür sind die jeweiligen Aufgaben zu komplex“, sagt Hilbring. Während die eine Aufgabe, die der Kindergartenleitung, bekannt und klar umschrieben ist, muss die andere, die der Verbundleitung, erst nach und nach gefunden werden. Darum geht es: Die ehrenamtlichen Kirchenvorstandsmitglieder und die gewachsenen administrativen Aufgaben bündeln.

Dadurch, dass künftig auch Kinder unter drei Jahren Anspruch haben auf einen Kindergartenplatz weiten sich die Aufgaben der Tageseinrichtungen aus, wie das Generalvikariat als Initiator des Pilotprojekts weiß: Sie müssen unter anderem stärker den Bedürfnissen der Unter-Dreijährigen entsprechen, flexibler werden, ihre Öffnungszeiten ausdehnen – deutlich mehr Herausforderungen, denen sich immer weniger Menschen stellen müssen. Denn: Durch die Gemeindefusionen im Bistum, von denen auch Heilig Kreuz Heek betroffen war, wurden mehr Kindergärten unter die Aufsicht nur eines Kirchenvorstandes vereinigt – in Heek allein fünf. „Das ist für die ehrenamtlichen Mitarbeiter kaum noch zu schaffen“, weiß Hilbring. Sie sieht ihre Aufgabe darin, zum einen die ehrenamtlichen Kräfte der Kirchengemeinde zu entlasten, zum anderen aber auch die jeweiligen Kindergartenleiterinnen. Dadurch dass Fragen der Organisation zentralisiert würden, entstünden schließlich zusätzliche Freiräume für die pädagogische Arbeit. Das Bistum glaubt, dass die neue Verbundleitung rund 80 Prozent der laufenden Geschäfte aller Kindergärten einer Gemeinde zusammen mit der jeweiligen Zentralrendantur abwickeln könne.

Ob sich diese Prognose bestätigt, soll die auf ein Jahr begrenzte Testphase zeigen. Fachliche Begleitung erhalten Christiane Hilbring und die sechs anderen Verbundleitungen von der katholischen Hochschule. Falls alles nach Plan läuft, wechselt die Pilotphase im August 2011 in den Alltagsbetrieb. Christiane Hilbring wird allerdings schon früher wechseln – aus ihrem gelben Bürocontainer in ein neues Büro. Das entsteht im Zuge der im September beginnenden Um- und Anbauarbeiten am Kindergarten St. Ludgerus.

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