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Heek und Legden spitze

Bevölkerungsentwicklung

LEGDEN/HEEK Die Nachbargemeinden Legden und Heek stemmen sich gegen den demographischen Wandel – jede auf ihre Art: Während Legden 2009 prozentual die meisten Zuzüge im Kreis Borken verzeichnen konnte, lag Heek bei den Geburten an der Spitze.

von Von Sylvia Luettich-Gür

, 12.08.2010
Heek und Legden spitze

Die Geburtenzahl in Legden ist zwar nicht gestiegen, der Betreuungsbedarf aber doch. Wie in Heek wird Platz geschaffen für neue U-3-Gruppen. Weil das im Elisabeth-Kindergarten (Foto) nicht geht, wechseln die Kids in den Franziskus-Kindergarten.

Das geht aus der aktuellen Statistik hervor, die jetzt der Kreis Borken vorgelegt hat. Zwei Ziffern bei der Angabe der Geburtenzahl je tausend Einwohner brauchten die Statistiker aus Borken nur einmal zu schreiben – bei Heek. Keine andere Kommune hat 2009 im Verhältnis zur Gesamtbevölkerungszahl so viele Babys begrüßen können: 99 Geburten insgesamt – das bedeutet 11,8 je 1000 Einwohner. 2008 hat die Gemeinde, die traditionell zu den kinderreichsten landesweit gehört, „nur“ 82 Geburten verzeichnet (9,7 Promille). Die Nachbarn in Legden bewegen sich im Vergleich dazu eher im Mittelfeld des Kreises – dieses Mal sogar im oberen Feld: 2009 haben sich Eltern dort 65 Mal über Nachwuchs freuen können. Das bedeutet einen Promillewert von 9,6. 2008 waren es gleich zwölf Geburten weniger (7,9 Promille).

Trotz des kleineren Kindersegens hat Legden von 2008 auf 2009 ein größeres Bevölkerungswachstum zu verzeichnen als der Nachbar: Die Zahl der Bürger im Dahlien- und im Stiftsdorf ist um 29 (4,3 Promille) auf 6739 gestiegen. An der Dinkel dagegen fehlten unterm Strich 65 Bürger, die im Vorjahr noch da waren. Durch dieses Minus von 7,7 Promille ist die Heeker Gesamtbevölkerungszahl auf 8471 gesunken. Stärker als das natürliche Wachstum haben die Zu- und Fortzüge die Bevölkerungszahl beeinflusst. Dass Legden trotz eines Überschusses der Gestorbenen (73) über die Geborenen (65) noch zugelegt hat, während Heek mit seinem satten Geburtenüberschuss von 31 einen empfindlichen Rückgang verzeichnen musste (nur Schöppingen hat 2009 mehr Bürger verloren), ist mit dem Umzugswagen zu erklären.

374 Heeker haben ihre sieben Sachen gepackt. Im Gegenzug sind nur 278 an die Dinkel gezogen. In Legden war es genau umgekehrt: Die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen betrug 37 – ein positiver Wanderungsgewinn, wie die Statistiker sagen.

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