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Josef Bellerich: „So etwas erlebt man auch nicht jeden Tag“

Verdienstorden erhalten

Es gibt Momente, die vergisst man sein ganzes Leben nicht. Als einen solchen erlebte Josef Bellerich (81) die Verleihung des Verdienstorden des Landes NRW. Dabei lief bei der Zeremonie nicht alles so, wie ursprünglich geplant.

Heek

03.07.2018
Josef Bellerich: „So etwas erlebt man auch nicht jeden Tag“

Finanzminister Lutz Lienenkaemper verlieh am Montagabend in Düsseldorf den Landesverdienstorden an Josef Bellerich (r.). Foto STK NRW/Uta Wagner

Eigentlich überreicht der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen den Verdienstorden. Da jedoch der amtierende Ministerpräsident Armin Laschet kurzfristig politisch bedingt verhindert war, übernahm der Minister der Finanzen, Lutz Lienenkämper, die Ehrung der 18 Auserwählten am Montagabend im Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

Im Interview mit unserer Redaktion sprach Josef Bellerich unter anderem über diese auch für ihn unerwartete Planänderung, die Verleihungszeremonie und darüber, ob er für den Orden zu Hause schon einen geeigneten Platz zum Aufstellen gefunden hat.

Herr Bellerich, eine der wichtigsten Fragen direkt zu Beginn. Haben Sie schon entschieden, wo der Orden zu Hause seinen Platz bekommen wird?

Nein, so weit sind wir noch nicht. Die Sachen sind aber heile mit zurück nach Heek gekommen. Dies ist doch das Wichtigste. Einen schönen Platz werden wir jetzt noch in Ruhe suchen.

Wann haben Sie denn erfahren, dass nicht Ministerpräsident Armin Laschet die Ehrung durchführt und hat Sie dieser Umstand enttäuscht?

Also enttäuscht war ich darüber keinesfalls. Das ist doch im Leben immer so, wenn jemand ausfällt, muss jemand anderes einspringen. Deswegen ist ja nicht schlechter. Außerdem kann so etwas doch immer mal passieren. Meine Familie und ich haben davon aber auch erst vor Ort erfahren. Es kam für uns also überraschend.

Was war das denn für ein Gefühl, als Sie auf die Bühne für die Verleihung des Ordens gerufen wurden?

Also ehrlich gesagt kann ich das gar nicht konkret sagen. Ich wusste jedenfalls zunächst nicht, wie ich mich auf der Bühne hinstellen sollte. Ich hatte da ja im Gegensatz zu anderen Ausgezeichneten keinerlei große Erfahrung. Aber ich wurde angeleitet, es lief also alles glatt. Auch danach beim offiziellen Foto. Es war also letztlich alles gar kein Problem.

Wie hat Ihnen den die Laudatio über Sie gefallen, in der ja doch einige nette Anekdoten aus Ihrem Leben und Ihrem ehrenamtlichen Wirken eingebaut waren?

Ich muss ehrlich sagen: Damit war ich sehr zufrieden. Eine tolle Rede und ich frage mich immer noch, wie die Staatskanzlei und der Finanzminister an all die Informationen über mich gekommen sind. Die haben ja teilweise richtig tief in der Vergangenheit gewühlt und tolle Geschichten ausgegraben. Also eine bessere Laudatio hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Außerdem stand ich während der Verlesung vorne auf der Bühne vor all den Menschen im Publikum. Das waren schon richtig viele. So etwas erlebt man ja auch nicht jeden Tag. Ein tolles Gefühl.

Hatten Sie im Anschluss an die Verleihung denn noch die Gelegenheit, sich mit den anderen Geehrten oder dem Finanzminister zu unterhalten oder auszutauschen?

Mit dem Minister habe ich nicht gesprochen. Dafür aber mit vielen anderen. Unser Bürgermeister (Franz Josef Weilinghoff – Anm. d. Red.) war zum Beispiel auch vor Ort. Das hat mich natürlich ganz besonders gefreut.

Und wie fällt jetzt Ihr Fazit in Bezug auf diesen Abend und die Verleihung aus?

Es war einfach ein ganz besonderer Tag für mich. So etwas erlebt man eben wohl nur einmal im Leben. Vor so vielen Menschen eine Auszeichnung zu bekommen, ist einfach toll.


In der Dienstagsausgabe ist uns ein Fehler unterlaufen. Josef Bellerich ist 81, nicht 86.
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