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Konzert zum Kompositionswettbewerb des Chorverbands NRW mit Chor Modus Novus

Vier Varianten

Viermal sang der gemischte Chor Modus Novus aus Aachen den Text „An den Mond“ eines unbekannten Autors. Viermal hörten die begeisterten Zuhörer im Konzertsaal der Landesmusikakademie NRW in Heek sehr unterschiedliche Interpretationen.

HEEK

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 14.05.2013
Konzert zum Kompositionswettbewerb des Chorverbands NRW mit Chor Modus Novus

Und ebenso oft strahlte der Chorleiter Prof. Fritz Ter Wey ins Publikum, um die Komponisten der Stücke nach dem Gesang beglückwünschen zu können. Raquel Cristobal war leider erkrankt. Albrecht Haaf, Hermann Große-Schware und Alwin M. Schronen freuten sich umso mehr über die Uraufführungen ihrer Kompositionen, mit denen sie beim Kompositionswettbewerb des Chorverbandes NRW die ersten Plätze belegten.

Ter Wey und Antje Valentin, Leiterin der Landesmusikakademie NRW, hatten mit der Jury die Qual der Auswahl. „Aus 80 Einsendungen haben wir sechs Stücke ausgewählt, die ausgezeichnet wurden. Allein drei Kompositionen stammen von Albrecht Haaf“, sagte Ter Wey im Gespräch und freute sich. Fünf der ausgezeichneten Kompositionen wurden als Uraufführung in dem Konzert durch den Chor zum Klingen gebracht, der sich zum ersten Mal in der Landesmusikakademie aufhielt. Vier Tage haben sie dort geprobt und die neuen Stücke einstudiert.

Mitten im Konzert lüftete Ter Wey den Komponisten das Geheimnis der Herkunft des Textes „An den Mond“: „Ich war mal Lehrer für Deutsch und Musik. Zu dem Song ’Epitaph for moonlight‘ des kanadischen Musikers Murray Schafer aus den 80er Jahren sollten die Schüler ihre Gefühle beschreiben, die sie haben, wenn sie den Mond betrachten. Der Text ist eine Gemeinschaftsarbeit der Oberstufenschüler.“ Die Komponisten legten ihre Gefühle in die Musik, die den Text mal drohend, mal sanft, mal neugierig, mal ängstlich erklingen ließ. Die Kompositionen von Haaf und Cristobal wurden vom ganzen Chor gesungen, während die Komposition von Große-Schware nur von 10 Männern des Chores gesungen wurde. 13 Sängerinnen sangen die Neuschöpfung von Schronen. „Angst und Sehnsucht, Enge und Weite, Fesseln und Freiheit finde ich in dir“ lauteten zwei der sechs Verszeilen.

Haaf wurde im Wettbewerb für die Vertonung des Gedichts „Bei einer Trauung“ von Eduard Mörike ausgezeichnet. Mit der Uraufführung bedankte sich der Chor bei Haaf für diese Neuschöpfung. Umrahmt wurden die Uraufführungen von weiteren Gesängen, in denen der Chor die Bandbreite seines Könnens untermauern konnte. Das siebenteilige Werk „Fancies“ aus der Feder des schwedischen Komponisten schrieb dieser 1974 nach Texten von William Shakespeare. Virtuos begleitete Willi Kastenholz am Klavier den Chor bei dieser anspruchsvollen Komposition. Geistliche Kompositionen von Francis Poulenc und Josef Ryelandt bezauberten ebenso. Jedes Mal bedankte sich das Publikum mit begeistertem Applaus.

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