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Kreuzschüler eröffnen sich Perspektiven

Berufsvorbereitung

Es lag nur am Mottotag der Zehntklässler, dass ein durchaus seriöses Thema einen ungewöhnlichen Beigeschmack erhielt. Es ist aber auch zu komisch, wenn die Mädchen durch angeklebte Bärte sprechen und die Jungs fortwährend ihre falschen Brüste geraderücken, während sie über ihre Zeit nach der Schule reden.

HEEK

von Von Frank Zimmermann

, 19.06.2012
Kreuzschüler eröffnen sich Perspektiven

Weil sie sich zum Mottotag als Jungs bzw. Mädchen verkleidet hatten, kamen die Schüler mit lustiger Optik zu einem seriösen Termin. Mit auf dem Bild Schulleiterin Martina John (r.) und Berufsberaterin Renate Böing (sitzend r.)

Aber auch abgesehen von ihrer temporären Geschlechtsumwandlung haben die Schüler des Abschlussjahrgangs der Kreuzschule gut lachen: Alle 37 haben eine klare Perspektive, wie es nach der Schulzeit für sie weitergeht: 27 haben eine Lehrstelle gefunden, die übrigen zehn werden weiterführende Schulen besuchen. Das wurde bei einem Resümee über die Berufsvorbereitung an der Kreuzschule deutlich. Dazu waren die Schüler mit ihren Klassenlehrern, Stefanie Lensing (10a) und Eckhard Speckmann (10b), Schulleiterin Martina John, Berufsberaterin Renate Böing und Doris Leonhardt von der KAB Heek jetzt in der Mensa zusammengekommen.

 „Das ist ein super Ergebnis! Überdurchschnittlich viele von euch haben eine Lehrstelle gefunden“, freute sich Berufsberaterin Böing von der Arbeitsagentur über den gemeinsamen Erfolg. Sie betreut an der Kreuzschule die Neunt- und Zehntklässler und bereitet sie auf den Übergang von der Schule zum Beruf vor – eine von einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die die Schüler noch mal Revue passieren ließen: vom Berufsorientierungstag in der achten Klasse, in der auch die Bewerbungsmappen vorbereitet werden, über ein dreiwöchiges Praktikum und drei Berufsorientierungstage im Jugendhaus „Zak“ in der neunten Klasse bis hin zum Langzeitpraktikum in der zehnten. Einen Tag pro Woche haben die Schüler der 10a in ihrem letzten Schuljahr nicht im Klassenzimmer, sondern in einem Betrieb verbracht. Nicht selten war das Praktikum ein Türöffner für die Schüler. Exemplarisch erzählt einer von ihnen, wie er über das Praktikum in einer Autowerkstatt erst zu einem Aushilfsjob und schließlich auch zu einem Ausbildungsvertrag gekommen ist. Auch die Kontakte vor Ort seien für die Kreuzschüler wichtig, ergänzt Klassenlehrer Speckmann: „Ich bin bestimmt mit zehn Schülern im Auto von Betrieb zu Betrieb gefahren“, beschreibt er seine sehr praktische Unterstützung.

Deutlich wird auch, dass die Flexibilität der Schüler wichtig ist. Denn wer sich zu sehr auf einen Job versteift, der geht unter Umständen leer aus – das haben einige von ihnen am eigenen Leib erfahren. So lernt nun einer von ihnen Landwirt statt Landmaschinenmechaniker, ein anderer wird Zimmermann statt Metallbauer – zufrieden sind beide trotzdem.

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