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Nervöse Anspannung in Heek

Deiche drohen zu brechen

HEEK Nervöse Anspannung herrscht noch am Freitagabend in Heek: Werden die Deiche an der Brink- und der Kridstraßehalten? Können die zahllosen Sandsäcke den Wassermassen der zum gurgelnden Strom angewachsenen Dinkel standhalten? Als sich die Situation in Legden und Ahaus schon etwas beruhigt hat, kämpfen die Heeker immer noch gegen die Wassermassen - die ganze Nacht hindurch.

von Von Sylvia Lüttich Gür

, 27.08.2010
Nervöse Anspannung in Heek

Land unter in Heek.

Gegen 19.30 Uhr am Freitagabend leuchten Scheinwerfer die Deiche aus. Die Gefahr, dass das aufgeweichte Material nicht den Druck des Wassers aushält besteht - trotz der Verstärkung von zahllosen Sandsäcken.Bis zur Erschöpfung Bis zur Erschöpfung haben die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr gearbeitet, um Säcke zu füllen - unterstützt von zahllosen Anwohnern, Freunden und Bekannten, aber auch von 58 Mitgliedern der Feuerwehren aus dem Kreis Warendorf. Als sich abzeichnete, dass die Situation weiter brisant bleibt, hatte Landrat Dr. Kai Zwicker, der selbst in Heek wohnt, in Absprache mit der Bezirksregierung noch weitere Unterstützung zur Dinkel gerufen - unter anderem 150 Helfer der Wasserrettungszüge Dortmund und Experten der Berufsfeuerwehr Münster.Die 55 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus der Gemeinde Heek waren seit 18.40 Uhr am Donnerstagabend auf den Beinen, wie Wehrführer Karl-Heinz Rump sagt. Gestern Abend weisen die letzten ihre Kollegen von auswärts ein, um sich dann hinzulegen - wenigstens für einige Stunde. Denn dass es am Samstag weiter geht, steht für sie außer Frage. Die Sicherung des Deiches ist nicht die einzige Sorge. Zahlreiche Keller sind in Heek und Nienborg voll gelaufen. Wie viele genau? Rump winkt ab. Zeit, um Bilanz zu ziehen, hat er am ganzen Freitag noch nicht gehabt. Die Stiege, der Park im Herzen der Gemeinde Heek, präsentiert sich den ganzen Tag über als Seenlandschaft. Das Hauptpumpwerk, das sich dort befindet, arbeitet auf Hochtouren. Genauso das auf der alten Kläranlage in Nienborg. Auch wenn das Gebäude inzwischen auf einer Insel mitten in den Fluten liegt, hat es den Betrieb noch nicht eingestellt. Dass es um Heek schlecht steht, hat sich gestern schnell herum gesprochen. Wie Renate Büning, die ihrer Schwester zur Hilfe geeilt ist, haben viele alles liegen und stehen gelassen, um bei der Deichsicherung zu helfen: Säcke öffnen - übrigens mit der Aufschrift Bundesbank -, füllen, zubinden, wegtragen und platzieren: Das ist der Fünfkampf des Tages. Renate Büning schneidet die Bänder zum Zuschnüren der Säcke zurecht. Nein, das habe sie auch noch nie zuvor gemacht. "Aber jeder hilft hier, wo er irgendwie nur kann.""Keine Entwarnung" Zum Glück beginnt der Pegel der Dinkel zu sinken - zumindest in Heek. "Von Entwarnung kann noch keine Rede sein", sagt Bürgermeister Helmich.

 

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