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Schüler stehen gelassen

Heek An der Nase vorbei gefahren ist Heeker Schülern in den vergangenen Tagen gleich mehrfach der Bus - nicht etwa, weil sie auf dem Weg zur Haltestelle getrödelt hätten, sondern weil der Bus bereits zu voll war. "Ein unhaltbarer Zustand", darin sind sich alle einig - sowohl die erbosten Eltern als auch die zuständige Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM).

22.08.2008

Schüler stehen gelassen

<p>Bitte einsteigen - nicht immer gelang das in diesen Tagen in Heek nach Wunsch. </p>

"Ich kann mich nur dafür entschuldigen", gibt sich der Fahrbetriebsleiter der RVM, Franz-Josef Verst, kleinlaut: "Wir verstehen unseren Auftrag schließlich so, dass wir die Fahrgastzahlen möglichst steigern und eben nicht Fahrgäste stehen lassen."

Eltern springen ein

Trotzdem kam es anders - und dann auch noch mit besonders unglücklichen Begleitumständen. "Normalerweise benachrichtigen die Fahrer die Zentrale, wenn sie Schüler stehen lassen müssen und kein weiterer Bus folgt", so Verst. Aus Stadtlohn werde dann ein zusätzlicher Wagen geschickt, damit die Kinder und Jugendlichen auf jeden Fall doch noch zur Schule kämen - wenn auch mit Verspätung. "In diesen Fällen verfügten die Busse aber nicht über Funk." Zum Glück seien Eltern spontan eingesprungen und hätten Fahrgemeinschaften gebildet. "Wir haben den Eltern das Fahrgeld dafür erstattet", so Verst.

Damit ist das Problem aber noch nicht vom Tisch: Warum sind die Busse so voll? "Das können wir uns auch nicht erklären", so der Fahrdienstleiter. Denn die Schülerzahl sei im neuen Schuljahr nicht gestiegen: Deshalb habe die RVM auch an der Vor-Ferien-Regelung festgehalten: Sechs Fahrzeuge starten jeden Morgen zwischen 6.50 und 7.20 Uhr, um 450 Heeker Schüler nach Ahaus zu bringen.

Obwohl sich die Schülerzahl nach Auskunft des Schulamtes Ahaus nicht verändert hat, "hatten wir plötzlich zusätzliche Spitzen". Verst kann nur mutmaßen, woran das liegt: Möglicherweise seien gerade in den ersten Tagen vermehrt Berufsschüler mitgefahren, die nur Einzelfahrkarten lösten und daher in der Statistik der Fahrschüler nicht auftauchten. Um sich auf solche Schwankungen besser einstellen zu können, plant die RVM ein Gespräch mit Vertretern aller Ahauser Schulen und des Schulamtes.

Gelenkbus ab 2009

So lange können die Fahrschüler nicht warten. Die RVM hat daher seit Mittwoch einen zusätzlichen Bus im Einsatz, den gestern schon 35 Kinder nutzten. Der Versuch, im fast leeren Bus zur Don-Bosco-Schule auch Realschüler zu transportieren - eine Idee von Elternseite - , schlug fehl: "Die Kinder sind zehn Minuten zu spät gekommen", so Verst. Eher könne der Wagen nicht starten, da er Schüler zum Teil zu Hause abhole.

Vielversprechender ist es da, einen Solobus gegen einen Gelenkbus auszutauschen. "Das werden wir machen", kündigt der Fahrdienstleiter an - aber erst zum nächsten Schulhalb- jahr. sy-

Schüler stehen gelassen

<p>Glücklich, wer im Bus ist. Nach dem Ende der großen Ferien sind mehrfach Schüler an den Bushaltestellen zurück geblieben, weil in den überfüllten Bussen kein Platz mehr für sie war. MLZ Fotos (2) Heisterborg</p>

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