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Total ausgerastet: Angeklagter schlug Zeugen zu Boden

08.08.2008

Heek/Ahaus Der Countdown läuft: Ein 18-jähriger Mann aus Heek hat gestern seine wohl letzte Chance vertan, den Gang ins Jugendgefängnis doch noch abzuwenden. Der 28-Jährige scheint untergetaucht zu sein, zu seiner Berufungsverhandlung am Landgericht Münster war er nämlich gar nicht erst erschienen. Damit ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis er auf die Fahndungsliste kommt, um seine Strafe abzusitzen.

15 Monate Jugendhaft - ohne Bewährung: Das ist das Urteil, das Ende März vom Amtsgericht Ahaus gesprochen worden ist. Der 18-Jährige hatte sich vor einer anderen Gerichtsverhandlung den Hauptbelastungszeugen vorgeknöpft. Und zwar direkt auf dem Gerichtsflur. "Erzähl nicht so einen Scheiß! Halt die Fresse!" So oder so ähnlich soll er den Mann damals angeschrieen haben. Um seiner Forderung weiteren Nachdruck zu verleihen, stürzte sich der 18-Jährige auf den Zeugen, schlug und trat ihn, selbst als der schon am Boden lag.

Gegen die spätere Verurteilung wollte sich der Heeker in Münster eigentlich zur Wehr setzen. Doch selbst wenn er erschienen wäre, hätte er vor der 1. Berufungskammer des Landgerichts wohl schlechte Karten gehabt. Richter Winfried Kröger formulierte es im Prozess so: "Er hätte keine Chance gehabt."

Ungewisse Zukunft

Wie es mit dem 18-Jährigen weitergehen soll, ist damit völlig ungewiss. Schon in der Vergangenheit hat die Familie der Justiz, den Sozial- und anderen Behörden jede Menge Ärger bereitet. Vater und Mutter saßen beide schon im Gefängnis, die Kinder waren unter der Obhut des Jugendamtes, die Lehrer entschlossen sich zum Ein zelunter richt . jh

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