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Humorvoller Abgesang auf Leisegang

Kabarett mit Bösen Schwestern in der Kreuzschule Heek

Zwei Travestie-Künstler „trauern“ um ihre plötzlich verstorbene Freundin.

von Stefan Hubbeling

Heek

, 06.05.2018
Humorvoller Abgesang auf Leisegang

Die „Bösen Schwestern“ Anita Palmerova und Magda Anderson nach der Beerdigung ihre Freundin.hubbeling © Stefan Hubbeling

Mit ihrem Programm „Abschied ist ein schweres Schaf“ boten die „Bösen Schwestern“ in der Aula der Heeker Kreuzschule einen gelungenen Mix aus Travestie, Comedy und umgedichteten Musikeinlagen.

Es ging um zwei ältere Damen, die vor ihrem ersten Auftritt als Trio um ihre dritte Mitstreiterin trauern. Die mondäne ungarische Dame Anita Palmerova (Tambourin), die einfach gestrickte Rentnerin und Gitarristin Magda Anderson und Josefine Leisegang (Bratsche) wollten ursprünglich einen Liederabend veranstalten. Kurz vor der Premiere verunglückte jedoch Josefine – und wurde noch vor der Premiere zusammen mit ihrem Instrument beerdigt.

„Finchens“ bewegtes Leben

Die beiden Freundinnen traten dennoch auf. Aus der Premiere des Liederabends wurde so ein Tributauftritt für Josefine Leisegang.

„Finchen“, wie sie von ihren Freundinnen genannt wurde, hatte ein bewegtes Leben. Sie war Dezernentin beim Kulturamt, Nonne in Afrika und Aktivistin bei Greenpeace. Die Travestie-Komödianten Chris Palmer und Adrian Anders ließen keine Anekdote aus. „Ob sie als Aktivistin auch was mit Fukushima zu tun hatte?“, fragten sich die beiden Freundinnen. Die Zuschauer lachten herzhaft über die Scherze.

Großartige Gesangseinlagen

Untermalt wurden die lustigen Anekdoten von großartigen Gesangseinlagen der beiden Protagonisten. Bekannte Popsongs, verschiedenste Volkslieder und Schlager wurden auf das jeweilige Thema umgedichtet und mit viel Humor vorgetragen. „Von deutschem Schlager bis Bee Gees, von Chris de Burgh bis Haindling¨– nichts, was Anita und Magda nicht im Paket haben“, kommentierte Organisatorin Heidi Schiller das umfassende Repertoire der beiden Künstler.

So wurde der Abend trotz der Trauer über den Verlust von „Finchen“ zu einem lustigen Leckerbissen, der mit witzigen Musikeinlagen auftrumpfte.