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Heftige Hitze-Unwetter ziehen über Deutschland

Berlin/Rüdesheim (dpa) Erst Sommerhitze, dann Donnerwetter: Heftige Niederschläge haben in Teilen Deutschlands Keller geflutet. Am Niederrhein verletzte ein Blitz sechs Menschen, in Rüdesheim hingen Touristen in einer Gondel fest. In Österreich dagegen ächzten Rockfans unter Hitze.

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Pechschwarz: Bei schwülwarmem Wetter und Lufttemperaturen um 30 Grad ziehen dunkle Wolken im Ostseebad Rostock-Warnemünde auf. Foto: Bernd Wüstneck

Eine mächtige Gewitterfront zieht über Rostock-Warnemünde an der Ostsee auf. Foto: Bernd Wüstneck

Kein Wetter für Sightseeing: Eine Frau kämpft sich im Platzregen über eine Brücke in der Hamburger Speicherstadt. Foto: Daniel Bockwoldt

Kurz vor dem großen Krachen: Gewaltige Unwetterwolken ziehen über den Wannsee in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Ein Mitarbeiter des THW reinigt eine vom Unwetter überflutete Straße im hessischen Rüdesheim. Foto: Sebastian Stenzel / Wiesbaden112.de

Dunkle Gewitterwolken ziehen über Nordrhein-Westalen hinweg. Foto: Martin Gerten/Archiv

Blitz und Donner haben am Wochenende in vielen Teilen Deutschland den Sommer unterbrochen. Am Freitagabend wüteten heftige Gewitter im Westen, am Samstag wurde auch die Mitte des Landes von Unwettern erfasst.

Am Niederhrein verletzte ein Blitzschlag sechs Menschen bei einem Zeltlager. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz überfluteten die Wassermassen viele Keller. «Zum Wochenbeginn verabschiedet sich der Sommer vorerst», sagte der Wetterexperte Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst. Mit der sogenannten Schafskälte erreichen die Werte nur noch etwa 18 Grad, es bleibt aber trocken.

In dem Zeltlager in Brüggen hätten zwei Betreuer und vier Jugendliche bei dem heraufziehenden Unwetter ein Zelt festgehalten, damit es nicht wegfliegt, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister. Dann sei ein Blitz direkt in das Zelt eingeschlagen. Die sechs Verletzten kamen ins Krankenhaus. Keiner von ihnen habe schwere Verbrennungen erlitten.

In Rüdesheim und Umgebung rückte die Feuerwehr am Freitagabend zu mehr als 200 Einsätzen aus. Bei dem Touristenstädtchen wurden auch 22 Ausflugsgäste in den Gondeln einer Seilbahn vom Unwetter überrascht. Sie steckten laut Polizei etwa eine halbe Stunde fest, bevor sie vom Rettungsdienst empfangen wurden. Besonders betroffen waren auch Bingen und die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, wie die zuständige Feuerwehrleitstelle in Mainz berichtete. In einigen Kellern habe das Wasser bis zu zwei Meter hoch gestanden.

Auch im Eifelkreis Euskirchen hielt Starkregen die Feuerwehr am Freitagabend pausenlos im Einsatz. «Wir haben Notrufe ohne Ende», sagte ein Sprecher. In Zülpich könnten nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnten rund 70 Liter pro Quadratmeter gefallen sein, sagte eine Sprecherin. In Bonn fielen Straßenbahnen aus, nachdem Äste in die Oberleitungen gefallen waren und große Gegenstände die Gleise blockierten.

Wegen des schlechten Wetters konnte auch ein Flugzeug zunächst nicht auf der US-Airbase im pfälzischen Ramstein landen. Die Maschine musste nach Polizeiangaben eine Weile im Tiefflug über Annweiler und Edenkoben im Kreis Südliche Weinstraße kreisen, bevor sie doch zur Landung ansetzen konnte.

Dagegen machte Hitze Hunderten Besuchern eines Rockfestivals im Osten Österreichs zu schaffen. 880 erschöpfte Fans mussten seit dem Start des Festivals «Nova Rock» am Freitag betreut und 44 von ihnen sogar vorübergehend ins Krankenhaus gebracht werden, teilte das Rote Kreuz am Samstag mit. Zu den häufigsten Klagen zählten Sonnenbrand, Austrocknung und Sonnenstich.

Bei dem Festival in Nickelsdorf am Neusiedler See herrschten am Freitag und Samstag Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Zu den Bands, die am Samstagabend auftreten sollten, zählten die Toten Hosen.

Warnung DWD

Ozonwerte

Nova Rock

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