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Heftiger Schneefall: Störungen bei Bahn und Flughäfen

Anhaltender Schneefall hat am Wochenende in Teilen von NRW zahlreiche Unfälle verursacht. Ein Mensch kam ums Leben Aber auch bei der Bahn und im Flugverkehr gab es Probleme.

Düsseldorf

10.12.2017

Heftige Schneefälle haben in Nordrhein-Westfalen am Wochenende zu Hunderten Verkehrsunfällen geführt. Ein Lkw-Fahrer kam bei einem Autounfall bei Heiligenhaus im Kreis Mettmann ums Leben. Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld staute sich der Verkehr am Sonntag stundenlang. Aber nicht nur glatte Fahrbahnen bargen eine Gefahr - auch Bäume stürzten unter der Schneelast um. Bahn- und Flugverkehr waren ebenfalls gestört.

Ein 69 Jahre alter Lkw-Fahrer kam am Sonntag bei Heiligenhaus beim Einbiegen in die Grundstückseinfahrt bei Eisglätte von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei mitteilte. Er wurde eingeklemmt und kam ums Leben. Auf der A3 am Kreuz Breitscheid stellte sich in den frühen Morgenstunden am Samstag ein Lkw quer und blieb stecken. Die Autobahn blieb bis in den frühen Nachmittag hinein teilweise gesperrt. Die Feuerwehr versorgte wartende Autofahrer, wie die Landesleitstelle der Polizei mitteilte.

Heftiger Schnee hatte auf der Autobahn 2 bei Bielefeld einen stundenlangen Stau verursacht. Am Sonntagnachmittag kam der Verkehr am Bielefelder Berg zeitweise komplett zum Erliegen - Autofahrer standen zwischen drei und vier Stunden im Stau, wie die Polizei am Abend mitteilte. Auf den Autobahnen im Land kam es zu weiteren Unfällen und Staus. Auf der A4 nahe Köln stellten sich am Samstag gleich mehrere Lkw quer. Die Lastwagen waren trotz der Glätte mit Sommerreifen unterwegs, wie die Leitstelle mitteilte.

Auf der A2 bei Bad Oeynhausen stießen vermutlich wegen Schneeglätte zwei Autos und ein Lkw zusammen. Der voll beladene 40-Tonner kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und landete auf dem Dach. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Allein auf den Autobahnen gab es zwischen Freitagabend und Sonntag nach Angaben der Landesleitstelle mehrere Hundert witterungsbedingte Unfälle mit mehr als zehn Verletzten. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Auch abseits der Autobahnen kam es landesweit zu zahlreichen Unfällen. Wie mehrere Polizeileitstellen übereinstimmend berichteten, blieb es dabei jedoch in den allermeisten Fällen bei Blechschäden.

In Solingen musste nach Angaben der Polizei Wuppertal eine Straße am Samstagmorgen für mehrere Stunden gesperrt werden, nachdem ein Baum unter der Schneelast auf die Straße gestürzt war. Wegen umstürzender Bäume und herunterfallender Äste wurde am ganzen Wochenende auch der Wuppertaler Zoo geschlossen, wie die Stadt mitteilte. Im Kreis Düren sperrte die Polizei am Sonntag die Landesstraße 11 bei Nideggen in einem Steigungsbereich wegen Schneeglätte.

Im nahegelegenen Haan wurden laut Feuerwehrangaben mehrere Stromleitungen durch umstürzende Bäume beschädigt. In Mülheim an der Ruhr musste die Feuerwehr ein festgefahrenes Fahrzeug einer Hilfsorganisation freiziehen. Auch dort stürzten mehrere Bäume unter der Schneelast um.

Im Bahnverkehr gab ebenfall in ganz Nordrhein-Westfalen Probleme. Im Fernverkehr mussten Züge wegen Störungen an den Weichen umgeleitet werden. So ging über Stunden rund um Wuppertal nicht viel. Die Bahn in NRW riet über Twitter, Reisen mit der Bahn ganz zu verschieben, weil der Schienenersatzverkehr wegen der winterlichen Straßenverhältnisse ebenfalls ausfiel. In anderen Landesteilen gab es Probleme mit S-Bahnen und Regionalzügen.

Am Sonntag wurde die Schnellstrecke Rhein-Main von Köln nach Frankfurt am Main gesperrt, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte. Am Kölner Hauptbahnhof strandeten Reisende, am Sonntagabend mussten sie dort im Schnitt mit einer Verspätung von 40 Minuten rechnen. Die Schnellstrecke wurde von der Deutschen Bahn umfahren.

Nach heftigen Schneefällen hatte der Flughafen Düsseldorf den Flugbetrieb zwischenzeitlich eingestellt. Nach Angaben eines Sprechers wurden am Sonntagmittag um kurz nach 12 Uhr erste Flüge gestrichen. Gegen 16 Uhr hob der Flughafen die Sperrung wieder auf.

Am Flughafen Köln/Bonn kam es am Sonntag zu einzelnen Flugausfällen. „Wir mussten zehn Flüge absagen. Es gibt Verspätungen und wir haben Landungen von anderen Flughäfen wie Düsseldorf übernommen. Ansonsten läuft der Betrieb“, sagte eine Sprecherin am Nachmittag.

Der Deutsche Wetterdienst sagte für Sonntagabend und die Nacht auf Montag steigende Temperaturen und damit verbundenes Tauwetter voraus.

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