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Heimatgeschichte unter der Lupe

WITTEN Wenn alt eingesessene Unternehmen wie Wickmann oder Korfmann schließen, dann ist der Verein für Orts- und Heimatkunde gleich zur Stelle. Aus historischem Interesse.

von Von Susanne Linka

, 12.10.2007
Heimatgeschichte unter der Lupe

Professor Dr. Heinrich Schoppmeyer ist seit 1987 Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark.

„Wir suchen uns aus den Akten die wichtigsten heraus“, erklärt sein Vorsitzender, Prof. Dr. Heinrich Schoppmeyer. Die Pflege des Archivs gehört zu den Aufgaben, denen sich die Aktiven unter den 400 Vereinsmitgliedern unermüdlich widmen.

Regelmäßig sind alle - wie auch die interessierte Öffentlichkeit - zu heimathistorischen Vorträgen ins Märkische Museum eingeladen. Dort hat der Verein auch seine Räume und lagert seine alten Schätze.

Auf neuem Weg

Seitdem Schoppmeyer 1987 den Vorsitz übernahm und das neuen Veranstaltungskonzept auf den Weg brachte, ist die Mitgliederzahl beachtlich angestiegen. Damals waren nur 220 Heimatinteressierte registriert.

Nach einem „Außentermin“ am letzten Dienstag in Dortmund findet die nächste Vortragsveranstaltung im Märkischen Museum am Dienstag, 23. Oktober, statt. Dr. Detlef Thierig und Prof. Manfred Wolf betrachten ab 19.30 Uhr die „Geschichte im Spiegel der Wittener Skulpturen und Denkmale.“

Mit dem „Chausseebau in der Grafschaft Mark um 1800“ beschäftigt sich am 20. November der Vortrag von Dr. Annette Hennigs. „Auch der Bau der Ardey-, der Crengeldanz- sowie der Ruhrstraße bis zum Ruhrübergang fällt ungefähr in diese Zeit“, macht Schoppmeyer Lust auf mehr Informationen zu dem Thema.

Um die „Steinkohle unter Witten - Die Geschichte der Tiefbauzeche Franziska“ geht es am 20. November. „Wer mit dem Bergbau nichts am Hut hat, kennt die Zeche wahrscheinlich gar nicht“, kommentiert der Vereinsvorsitzende dieses Thema.

Als Tiefbauzeche hatte die aus heutiger Sicht zwischen Haus Witten und dem Parkhotel gelegene Anlage für die Wittener Bergbaugeschichte eine besondere Bedeutung. Anders als die Bommeraner Kleinzechen arbeitete sie über den Ersten Weltkrieg hinaus - bis 1925.

Die weiteren Termine im Überblick:

 8. Dezember (Samstag), 15 Uhr: „Poesie und Technik - Punsch und Stollen, Eine vorweihnachtliche Kulturbetrachtung“.  22. Januar: „Erze vom Bilsteiner Berg in Ennepetal und der Aufbau der Wittenschen Eisenhütte“ (Irene Rumpler nutzt für ihren Vortrag ganz neue Quellen).  12.Februar: „Kirchliche Caritas und industrielle Umwelt im 19. und 20. Jahrhundert.“ (Dr. Ursula Olschewski).  4. März: „Der Zustand der Welt war ganz erschüttert. Die posthume Verehrung Erzbischofs Engelbert I. von Köln im Zeichen von Frömmigkeit und Gewalt. (Dr. Uta Kleine).