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Heimische Unternehmen geben Auskunft

Wirtschaftskrise beendet?

Die Weltwirtschaftskrise, die Ende 2008 begann, erklären immer mehr Experten für beendet. Wie sehen das heimische Unternehmen? Wir haben uns umgehört – das Fazit der Krise fiel ganz unterschiedlich aus.

WITTEN

von Von Karin von Cieminski

, 13.08.2010
Heimische Unternehmen geben Auskunft

Bei Bosch Rexroth läuft es wieder besser.

  • Die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) haben noch nicht das Niveau der Vorkrisenzeit erreicht, sagt Geschäftsführer Karl Haase. Größter wunder Punkt: Acht Prozent weniger Personal als zu Boomzeiten Ende 2007/Anfang 2008 an allen vier Standorten. Die Produktion ist in 2009 im Vergleich zu 2008 um die Hälfte zurückgegangen. Das Unternehmen habe stark Kurzarbeit betrieben. Seit April dieses Jahres gebe es keine Kurzarbeit mehr, bis auf nicht nennenswerte Bereiche. Mittlerweile seien Auftragslage und Beschäftigung wieder gut.
  • Keine Bedrohung war die Krise für Faiveley Transport, die Bremsscheiben und Kupplungssysteme für Züge herstellen. "Umsatz und Auftragseingang waren und sind stabil", sagt Geschäftsführer Manfred Farkas. Die Auftraggeber wie die Deutsche Bahn stocken auf. Das Unternehmen sieht sogar einen positiven Trend, "weil vermehrt Nachfrage aus Russland und China kommt" , so Farkas.
  • "Eine leichte Belebung in der Wittener Fertigung", kann Susanne Herzlieb von Bosch Rexroth derzeit vermelden. Das Unternehmen für Getriebebau, Antriebstechnik und Windenergie ist immer noch krisengeplagt. Das ganze Unternehmen hat knapp zehn Prozent weniger Personal als 2008. Das habe man aber sozialverträglich durch Befristungen und Altersteilzeit abbauen können. Seit Juli gibt es keine Kurzarbeit mehr.
  • "Das Werk Witten ist gut aufgestellt und hat die Wirtschaftskrise gut gemeistert", sagt Claudia Wagner von der Sasol Germany GmbH. Die Märkte für die Produkte des Werkes, Spezialitäten aus dem Bereich der Fettchemie, seien nicht so stark von der Krise betroffen gewesen. Auf Absatzrückgänge reagierte man mit dem Abbau von Lagerbeständen. Ein zwischenzeitlicher Nachfragerückgang wurde mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten ausgeglichen.