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Heinrich-Böll-Schule ist „Umweltbewusste Schule 2011“

Auszeichnung

Die Heinrich-Böll-Gesamtschule ist als "Umweltbewusste Schule 2011" ausgezeichnet worden. Doch die Schule hat nicht nur am offiziellen Wettbewerb teilgenommen, sondern eifert auch intern beim Thema Engergiesparen um die Wette.

LÜTGENDORTMUND

von Von Beate Dönnewald

, 01.06.2012
Heinrich-Böll-Schule ist „Umweltbewusste Schule 2011“

Stolz hält Dilsah Celik (2.v.l.) die Urkunde »Umweltbewusste Schule 2011« in die Kamera. Über den ersten Platz auf Stadtebene freuen sich auch Ksenia Lobova (l.) sowie die beiden Lehrer Michael Jütte (l.) und Olaf Gießelmann (hier mit Solarenergiekoffer).

Mit einem Dauergrinsen seien sie nach Hause gefahren, erzählt Lehrer Olaf Gießelmann – und lächelt schon wieder oder immer noch. Den Grund für so viel Glückseligkeit hält seine Schülerin Dilsah Celik, ihres Zeichens Energiebeauftragte der Klasse 7.4, in den Händen: Die Urkunde, die die Lütgen-dortmunder Heinrich-Böll-Gesamtschule zur „Umweltbewussten Schule 2011“ macht.

  Der Titel geht einher mit dem ersten Platz des städtischen Wettbewerbs zu Klimaschutz und Energieeinsparung, der sich alljährlich an Dortmunder Schulen und Kindergärten richtet.  „Wir konnten es gar nicht glauben, als uns der Oberbürgermeister persönlich die Urkunde im Rathaus überreichte“, strahlen die zwölfjährige Dilsah und Ksenia Lobova (12), die zweite Energiebeauftragte der Klasse 7.4., mit ihrem Biologie- und Erdkunde-Lehrer um die Wette.  Wachsender Erfolg  Vierter im Bunde ist an diesem Vormittag Michael Jütte, der die ersten Kapitel dieser Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Denn bereits vor 15 Jahren hatte der didaktische Leiter damit begonnen, Energiesparmaßnahmen an der Gesamtschule einzuführen. Und das mit wachsendem Erfolg, ablesbar an den jährlich ermittelten Energie-Verbräuchen und -Kosten. „Tatsächlich haben wir es geschafft, auch nach diesen vielen Jahren erneut die Zahlen während der Heizperiode 2011 zu senken“, wundert sich Michael Jütte ein bisschen.

Er nennt Beispiele: So konnten der Wärmeverbrauch 2011 um 28 und die Wärmekosten um 22,25 Prozent gesenkt werden. Und das mit recht einfachen Regeln für ein energiebewusstes Verhalten, die allen Klassen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen sind. Ist das Licht aus? Sind die Türen und Fenster geschlossen? Stehen die Thermostatventile auf 1? Tropft ein Wasserhahn? All das kontrollieren die Kinder und Jugendlichen beim Verlassen ihres Klassenraumes.

 Besonderer Ansporn ist dafür ein jährlicher interner Wettbewerb, dessen Sieger eine Klassenfahrt gewinnt. 2011 hatte die Klasse 7.4 die Nase vorn, deshalb durften ihre beiden Energiebeauftragten die Urkunde im Rathaus entgegennehmen.Neben den Verbrauchsdaten und den Sparregeln hat die Jury die kontinuierliche Behandlung der Themen „Energie und Abfall“ und ihre Fächer übergreifende Umsetzung im Unterricht an der Heinrich-Böll-Gesamtschule überzeugt. „Wir bieten unseren Schülern Handlungsmöglichkeiten, und wir nehmen sie in die Pflicht. Wir zeigen ihnen, dass sie tatsächlich etwas tun können“, so Jütte.  

 Neben dem Energiesparen gehören deshalb weitere Umweltaktivitäten zum Schulprogramm, Recyclingprojekte, Naturpatenschaften und Gewässerökologie zum Beispiel. „Das ist schon etwas Besonderes und gelingt nur, weil es von vielen Leuten mitgetragen wird“, betont Michael Jütte – und lächelt…