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Vater meldet Sohn bei der Polizei

Heiße Spur nach tödlichem Betonklotzwurf in Dänemark

Odense/Recklinghausen Nach dem tödlichen Betonklotzwurf auf eine Frau aus Recklinghausen hat die Polizei in Dänemark möglicherweise einen Verdächtigen oder wichtigen Zeugen gefunden. Ein Mann meldete sich nach der Veröffentlichung eines Überwachungsvideos bei der Polizei und sagte, auf den Bildern handele es sich um seinen 15-jährigen Sohn.

Heiße Spur nach tödlichem Betonklotzwurf in Dänemark

Von dieser Brücke wurde der Betonklotz auf die Autobahn geworfen.

Am Montag veröffentlichten die Ermittler ein Überwachungsvideo von einer Tankstelle nahe des Tatorts auf der Insel Fünen, auf dem ein Jugendlicher in einem Kapuzenpullover zu sehen war. Kurz darauf meldete sich ein Mann bei der Polizei und erklärte, die Aufzeichnungen zeigten seinen 15-jährigen Sohn. Der Betonklotz war von einer Autobahnbrücke aus geworfen worden und hatte die Frau aus Recklinghausen tödlich verletzt.

Polizei: "Wir sehen ihn als wichtigen Zeugen"

"Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, ob der Mann auf dem Bild der Täter ist", sagte Ermittlungsleiter Michael Lichtenstein  laut einer Mitteilung. "Wir sehen ihn als wichtigen Zeugen und wollen nun hören, was er in der betreffenden Nacht gesehen hat." Wann der Jugendliche verhört werden sollte, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag zunächst nicht. Mehrere Personen hätten den jungen Mann in der Tatnacht in der Nähe gesehen.

Frau starb auf dänischer Autobahn

Betonklotz-Opfer zurück in NRW: Vater aus Koma erwacht

Odense/Recklinghausen Nach dem Tod einer deutschen Mutter durch einen Betonklotz-Wurf auf einer dänischen Autobahn im August nun endlich eine tröstende Nachricht für die Familie: Der Vater konnte aus dem künstlichen Koma geholt und zurück nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden.mehr...

 

Es sei „überwältigend“, wie viele Hinweise die Polizei aus der Bevölkerung zu dem Fall bekommen habe, sagte Lichtenstein laut der Mitteilung. So hatten die Ermittler herausgefunden, dass die Betonklötze von einer Baustelle an einem Einkaufszentrum stammten und womöglich mit einem Volvo transportiert worden waren. Es gebe nach jetzigen Erkenntnissen keine Verbindung des 15 Jahre alten möglichen Zeugen zu dem Volvo, erklärte Lichtenstein. Die Ermittler untersuchen derzeit auch die Steine genauer, in der Hoffnung, dass darauf DNA der Täter zu finden sein könnte. Weil die Steine so schwer waren, hatte die Polizei ausgeschlossen, dass es sich um einen Dumme-Jungen-Streich handelte. 

Den 30 Kilo schweren Stein hatten Unbekannte im August von einer Brücke auf die Autobahn bei Odense geschleudert. Er traf das Auto einer Familie aus Recklinghausen, die auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub gewesen war. Eine 33-Jährige starb sofort, ihr 36-jähriger Ehemann wurde schwer verletzt. Nach Wochen im künstlichen Koma war er Mitte September in ein Krankenhaus in Bochum verlegt worden. Seine Kopfverletzungen sind aber so schwer, dass die Polizei wenig Hoffnung hat, ihn zur Tat befragen zu können. Der fünf Jahre alte Sohn des Paars bekam bei dem Unfall nur ein paar Schrammen ab und befindet sich seitdem in der Obhut von Verwandten. Nach den Betonklotzwerfern sucht die Polizei seitdem.

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