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"Hektisch und einfallslos"

Einige Baustellen

Auch wenn es für eine erste Bilanz noch zu früh erscheint, können die drei Pflichtspiele zum Einstieg in die Saison 2010/11 weder Verantwortliche noch Anhängerschaft des VfL Bochum zufriedenstellen.

BOCHUM

29.08.2010
"Hektisch und einfallslos"

Trainer Friedhelm Funkel musste eine ärgerliche Zwischenbilanz ziehen.

Ein unerfreulicher K.o. in der ersten Pokalrunde, ein Heimsieg gegen die "Löwen" zum Liga-Start und anschließend die erste Auswärtsniederlage beim eher bieder aufgetretenen FC Erzgebirge Aue - ein Mitfavorit für die Rückkehr in die erste Bundesliga hätte den Auftakt souveräner gestalten können.

"Offenbach war schon ein schmerzhafter Warnschuss für uns", meinte VfL-Finanzvorstand Ansgar Schwenken, der bei den VfL-Kickern in der zweiten Spielhälfte in Aue "zu wenig Willen und Leidenschaft" sah und dabei keinen überzeugenden Eindruck von der Mannschaft gewann. Cheftrainer Friedhelm Funkel ärgerte unterdessen, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlug und in der zweiten Hälfte "fußballerisch zu wenig" bot, um gegen eine dann weitgehend defensiv orientierte Mannschaft weitere Torchancen heraus zu spielen. Sportvorstand Thomas Ernst hätte erwartet, dass die Mannschaft auch im zweiten Abschnitt ihre Qualitätsvorteile in die Waagschale wirft, anstatt "hektisch und einfallslos" nach vorne zu spielen.

Diese Einschätzung ihres Vorstandes teilten auch die VfL-Kicker. "Wir haben in der zweiten Halbzeit die Bälle nur noch mit Gewalt nach vorne geschlagen und dabei unsere spielerischen Mittel völlig vergessen", zeigte sich Angreifer Mahir Saglik einsichtig. Mittelfeldspieler Giovanni Federico fasste es so zusammen: "Wir haben zu früh die Brechstange herausgeholt." Spiele, wie das in Aue, mit einem defensiv orientierten und gegen den Favoriten aufopferungsvoll fightenden Gegner, werden die Bochumer in der zweiten Liga noch häufiger erleben und sollten sich schnellstens darauf einstellen. Noch scheint die Mannschaft die Liga nicht angenommen zu haben, und sie sollte sich davor hüten, erste Misserfolge mit wachsweichen Erklärungen schön zu reden.

Zwei Wochen intensiver Arbeit warten nun auf die Lizenzkicker, die in dieser Woche zwei Freundschaftsspiele gegen unterklassige Amateure austragen werden. Am Dienstag (31.) spielt der VfL beim SV Phönix an der Gemeindestraße, am Freitag (3.8.) beim TuS Heven in Witten-Stockum. Dabei werden auch die Stammspieler zum Einsatz kommen, damit sie im Spielrhythmus bleiben.