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Helfer: Zahl ziviler Opfer in Afghanistan steigt

Kabul (dpa) - Im Konflikt in Afghanistan sind im Juli nach Angaben von Hilfsorganisationen so viele Zivilisten getötet worden wie in keinem anderen Monat seit dem Sturz der Taliban. Die Zahl der Todesopfer lag im abgelaufenen Monat ersten Schätzungen zufolge bei mehr als 260.

Helfer: Zahl ziviler Opfer in Afghanistan steigt

Allein bei diesem Selbstmordanschlag auf die indische Botschaft in Kabul starben mehr als 40 Menschen.

Dies teilte die Dachorganisation von rund 100 internationalen und einheimischen Hilfsorganisationen in Afghanistan, ACBAR, am Freitag mit. Sie rief die Konfliktparteien zu deutlich mehr Vorsicht auf.

Für die steigende Zahl der zivilen Opfer seien alle Seiten verantwortlich - die Aufständischen ebenso wie die afghanischen und internationalen Sicherheitskräfte. Auch die Zahl der Angriffe auf Hilfsorganisationen habe weiter zugenommen.

Etwa zwei Drittel der Opfer seien bei Anschlägen von Aufständischen getötet worden. Luftangriffe der ausländischen Truppen, die seit dem Vorjahr um rund 40 Prozent zugenommen hätten, trügen ebenfalls zur wachsenden Zahl der zivilen Opfer bei. In diesem Jahr habe der Konflikt nach vorliegenden Berichten bereits rund 2500 Menschen das Leben gekostet, darunter könnten bis zu 1000 Zivilisten sein.

Wegen der zunehmenden Gewalt mussten zahlreiche Schulen und Gesundheitseinrichtungen geschlossen werden, wie es in der Mitteilung von ACBAR hieß. Der Konflikt behindere die Umsetzung wichtiger Entwicklungsprojekte und habe zu bedeutenden Flüchtlingszahlen im Land geführt. Helfer würden immer häufiger von Aufständischen und Kriminellen angegriffen oder bedroht. In diesem Jahr seien bereits 19 Helfer getötet worden, mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Viele Hilfsorganisationen schränkten ihre Operationen ein. Dabei hätten Dürren in manchen Landesteilen und hohe Lebensmittelpreise die Lebensumstände von vier Millionen Afghanen extrem erschwert.

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