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Hello Again: Auftritt von Howard Carpendale

Zeltfestival Ruhr

Howard Carpendale weiß, wie er sein Publikum gewinnt. Dass er ein großer Entertainer ist, bewies er am Mittwochabend bei seinem Gastspiel auf dem Zeltfestival Ruhr. Doch so charmant wie der Südafrikaner sonst auch ist - er kann auch anders.

BOCHUM/WITTEN

von Von Christian Meiners

, 26.08.2010
Hello Again: Auftritt von Howard Carpendale

Howard Carpendale machte mit seinem Auftritt beim Zeltfestival Ruhr seine Fans glücklich.

„Ich wollte euch was sagen“, begrüßte er die Menge, bevor er zum Refrain von Tina Turners Klassiker anhob: „You’re simply the best“. Er lobte die besondere Atmosphäre im Zelt und gratulierte mit einer Fahne dem VfL Bochum zum gelungenen Saisonauftakt. Und schon lag ihm das Publikum zu Füßen - als ob es dafür all der Schmeicheleien bedurft hätte.

Doch der charmante Südafrikaner kann auch ganz anders. „Ich würde nie mit Künstlern arbeiten, die ich nicht mag. Mit Jack White zum Beispiel“, frotzelte Carpendale und schob gleich hinterher: „Habe ich Künstler gesagt?“ Auf den Schlagerproduzenten ist er nicht gut zu sprechen, seit dieser in seiner Autobiographie behauptet hat, Carpendale schulde ihm Geld. Lob hingegen gab es für andere namhafte Kollegen: Udo Jürgens zum Beispiel, oder Peter Maffay, dessen Version des Songs „Über sieben Brücken musst du gehen“ er kurzerhand in sein Repertoire aufnahm.

Überhaupt war sein Programm eine stimmige Mischung aus Adaptionen internationaler Hits und eigenen Songs. Ronan Keatings „Life is a rollercoaster“ versah er mit einem deutschen Text, bei Kid Rocks „All summer long“ zeigte Carpendale sogar seine rockige Seite. Besonders intensiv widmete er sich aber seinen Schmusesongs. „Die machen zwar nicht so viel Stimmung, aber sie bedeuten mir viel. Hört einfach mal ein bisschen zu“, forderte er seine Fans auf. Ohne seine großen Hits ließen die ihn aber nicht von der Bühne, auch wenn sie sich dafür bis zum zweiten Teil des knapp zweistündigen Programms gedulden mussten. Dann aber dankten sie es ihm mit frenetischem Mitklatschen und leidenschaftlichen Mitsingen aus vollen Kehlen. Um seine Fans glücklich zu machen, braucht Carpendale nicht mal seinen Charme - nur seine Songs.