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Abenteuer im Land der Mitte: 15-Jährige ging zum Austausch nach Shanghai

HERBERN Kulturschock oder Abenteuer ins Unbekannte? Für die 15-jährige Iris Hammwöhner aus Herbern war die Reise ins Land der Mitte wohl eher Letzteres. In einem Austauschprogramm verbrachte sie zwei Wochen in der Mega-Metropole Shanghai (17 Millionen Einwohner!). Eine völlig andere Welt - doch Hunde und Katzen gab es nicht auf dem Mittagstisch.

von Von Lenneke Lenfers-Lücke

, 14.08.2008

 Von einer Sekunde auf die andere ist der Bahnsteig plötzlich voller Menschen. Tausende strömen aus der U-Bahn und wieder rein. In der Tram selbst kann man kaum stehen.

Vom Dorf in eine Millionenstadt. Iris Hammwöhner (15) aus Herbern hat das erlebt. Zwei Wochen war die Schülerin zu Gast in der Mega-Metropole Shanghai (17 Millionen Einwohner).

Projekt: "Global Family"

Ermöglicht hat die Reise der Chemiekonzerns BASF mit Sitz in Ludwigshafen. Der Konzern bietet für die Kinder aller Mitarbeiter das Programm "Global Family" an. Die Kinder können sich um einen Austauschplatz in der ganzen Welt bewerben.

Und weil Vater Elmar bei der Tochterfirma - der Coatings AG in Hiltrup - arbeitet, wurde für Iris der Traum von China wahr. "Der Konzern hat alle Reisekosten übernommen, so dass nur ein relativ kleiner Kostenaufwand nötig war", erzählt Iris.

Kontrast zwischen Kultur und Moderne

In China lebte das Mädchen bei Gastfamilie Xu. "Sie haben sich richtig um mich bemüht und mich total herzlich aufgenommen." In Shanghai gab es für Iris eine Menge zu entdecken. Neben einer Stadtbesichtigung, bei der ihr der Kontrast zwischen westlichem Zentrum und chinesischer Altstadt sehr bewusst geworden ist, war natürlich auch das Essen eine völlig neue Erfahrung.

"Die Speisen sind ganz anders gewürzt, als wir das kennen. Gebratene Hunde oder Katzen habe ich aber nicht gesehen." Allerdings würden die Chinesen extrem frisches Essen bevorzugen. "In der U-Bahn saß eine Frau mit einem Huhn. Das sollte das Abendessen sein."

Überall Olympia-Plakate

Und wer derzeit in China ist, kommt natürlich an Olympia nicht vorbei. " Die Spiele waren sehr präsent. Überall hangen Plakate und im Fernsehen wurden alle Mannschaften vorgestellt."

Zurück in Herbern

Die Tochter der Xus, die 15-jährige Qi, war im Anschluss an Iris Aufenthalt in Shanghai in Herbern zu Gast.

Das chinesische Mädchen war vor allem von der großen Familie fasziniert. "Durch die Ein-Kind-Politik in China war Qi sowas nicht gewohnt. Sie hat es wirklich genossen", erzählt Iris Mutter Elke begeistert von dem Austausch.

Extra Fotos für Zuhaus

Besonders angetan war Qi Xu zudem von den münsterländischen Sonnenuntergängen und der Landschaft rund um Herbern. "Wir mussten extra Fotos machen, damit sie diese zu Hause zeigen kann", bestätigt Iris die Faszination des Münsterlands für die Chinesin.

Nach diesen tollen Erfahrungen hofft die ganze Familie, dass die Verbindung nach China nicht abbricht. Iris: "Wir halten per E-Mail Kontakt."

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