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Ascheberg saniert Straßen - so weit es möglich ist

Fragen und Antworten

Die Gemeinde Ascheberg möchte – und muss – ihre maroden Straßen und Wirtschaftswege sanieren. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was gemacht werden muss, und dem, was gemacht werden kann. Warum das so ist und um welche Straßen es geht, erklären wir in unserem Fragen und Antworten.

ASCHEBERG

, 27.10.2016

Welche Straßen müssen saniert werden?

Schon diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Das Büro Gekomm hat den Zustand von Wirtschaftswegen – insgesamt 187,6 Kilometer – und innerörtlichen Verkehrsflächen – 68,4 Kilometer – in allen drei Ortsteilen unter die Lupe genommen und in sechs Kategorien eingeteilt: von I für „Neubau“ bis VI für „sehr große Schäden“. Saniert werden nur die Straßen, die in die Kategorien V und VI fallen.

Wie viele Straßen wären das?

Eigentlich 72,9 Kilometer Wirtschaftswege und 15,3 Kilometer innerörtliche Verkehrsflächen. Bei den Wirtschaftswegen kommt allerdings das neue Wirtschaftswegekonzept der Gemeinde zum Tragen, wonach nur noch Hauptverbindungs- und Verbindungswege saniert werden. Dann kommt Gekomm noch auf 23,2 Kilometer. Bei den innerörtlichen Straßen fallen Wohnwege unter 50 Metern raus, sodass am Ende noch 11,6 Kilometer übrig bleiben.

Reicht es aus, nur diese Strecken zu sanieren?

Um es mit den Worten von Michaela Ringelkamp vom Tiefbau der Gemeinde Ascheberg auszudrücken: „Der Zustand der Straßen macht mehr erforderlich, als wir tun.“ Sie würde auch größere Strecken sanieren wollen, wie sie den Politikern im Planungsausschuss bestätigte. „Dazu müssen Sie mir nur mehr Geld in den Haushalt einstellen.“ Und genau da liegt das Problem.

Wie teuer ist denn so eine Sanierung?

Als Kostengrundlage geht Michaela Ringelkamp innerorts von 22,50 Euro pro Quadratmeter aus, wenn die Fläche größer als 1000 qm ist. Bei kleineren Flächen wären es 30 Euro pro Quadratmeter. Wirtschaftswege unter 500 qm kosten 40 Euro pro Quadratmeter, bei mehr als 2000 qm Fläche fällt der Preis auf 20 Euro pro Quadratmeter.

Und wie viel Geld steht im Haushalt?

Bisher sind jährlich 250.000 Euro vorgesehen. Die Politiker waren sich jedoch einig, diesen Ansatz auf 300.000 Euro zu erhöhen.

Wie lange dauern die Sanierungsarbeiten?

Der Plan läuft zunächst bis 2021. Allerdings heißt das ja nicht, dass alle anderen Straßen in einem guten Zustand bleiben – es ist also davon auszugehen, dass weitere Sanierungsfälle vor allem bei den Wirtschaftswegen hinzu- kommen. Das ist laut Klaus van Roje auch schon jetzt der Fall: „Wenn punktuell was zu tun ist, machen wir das auch. Die Straßen müssen verkehrssicher sein.“

Werden alle Straßen an einem Stück saniert?

Nein, im Gegenteil. Die geplanten Abschnitte schwanken von 300 Metern auf der Herberner Straße in 2020 bis 1030 Meter auf der Forsthöveler Straße in 2021.

Warum gibt es keine größeren Abschnitte?

Weil es dann zu teuer wird. Wobei sich zum Beispiel CDU-Fraktionschef Ludger Wobbe dafür stark machte, lieber jetzt etwas mehr Geld auszugeben und dann später wieder „auf Normalmaß“ zurückzufahren: „Wir haben im Kreistag erlebt, dass größere Ausschreibungen bis zu 40 Prozent günstiger geworden sind, weil der Ölpreis gerade niedrig ist.“ Das könnte man auch in Ascheberg ausnutzen.

Können die Straßen dauerhaft in einem guten Zustand gehalten werden?

Jochen Wismann (FDP) stellte in der Ausschusssitzung fest: „Unsere Haushaltsmittel reichen nicht aus, um die Straßen zu erhalten.“ Dem mochte niemand widersprechen.

Das ist der Sanierungsplan:

Mit dem Plus- und Minuszeichen können Sie den Kartenausschnitt vergrößern und verkleinern. Klicken Sie auf die Symbole und eingezeichneten Linien, um mehr zu dem jeweiligen Bauabschnitt zu erfahren. Mit einem Klick auf das weiße Symbol oben links öffnen Sie das Menü und sehen eine Liste aller verzeichneten Orte.

Herbern:

Ascheberg:

Der Sanierungsplan bis 2021
Wirtschaftswege, 2017: Frieport (730 Meter), Athernweg (810).
2018: Galghege (555), Atherweg (850).
2019: Galghege (470), Forsthöveler Straße (710).
2020: Herberner Straße (300), Forsthöveler Straße (800).
2021: Hülsberger Straße (485), Forsthöveler Straße (1030).
Innerörtliche Flächen, 2017 (insgesamt 725 Meter): Raiffeisenstraße, Bahnhofsweg, Rankenstraße.
2018 (415): Bügelkamp, Langenölser Straße, Krummestraße, Meinhövelerweg, Plettenbergstraße.
2019 (390): Hoveloh.
2020 (545): Herberner Straße, Wiesenweg.
2021 (580): Albert-Koch-Straße, Hombrede.

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