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„Das Schrägste war eine Geburtstagsfeier mit drei Gästen“

Stephan Heitbaum seit 20 Jahren als DJ unterwegs

Stephan Heitbaum aus Herbern hat sich vor 20 Jahren als DJ selbstständig gemacht, seit 2014 gibt es sein Kleinunternehmen „Vorsicht Musik“. Zu seinem DJ-Jubiläum verrät er im Interview, zu welchem skurrilen Lied ein frisch getrautes Paar einmal den Hochzeitstanz eröffnen wollte.

Herbern

, 10.03.2018
„Das Schrägste war eine Geburtstagsfeier mit drei Gästen“

Die Zeiten, in denen Stephan Heitbaum (l.) mit Koffern voller CDs zur Veranstaltung fuhr, sind längst vorbei. Heute setzt der 44-Jährige mit Teilhaber Frederik Kemmler auf High-End-Technologie und den Einsatz eines Laptops. © Stephan Heitbaum

Am 1. März 1998 startete er als DJ Stephan seine nebenberufliche Karriere. Hauptberuflich arbeitet der Herberner Stephan Heitbaum (44) seit 23 Jahren bei einer Sportartikelfirma in Dortmund.

Die Zeiten, mit dem Plattenspieler aufzulegen oder mit dem CD-Player und rund fünf Koffern mit 800 CDs anzureisen, sind lange vorbei. Heute kommt High-End-Technologie zum Einsatz und der DJ aus Leidenschaft kann inzwischen rund 24.000 Lieder vom Laptop aus starten.

Seit 2012 wird Heitbaum von Frederik Kemmler (20) unterstützt, der als Praktikant angefangen hat und seit 2015 Teilhaber ist. Aus dem ehemaligen DJ Stephan wurde 2014 das Kleinunternehmen Vorsicht Musik-Veranstaltungstechnik UG. Zum 20-jährigen Jubiläum spricht der Musikbegeisterte über seinen Job.

Hat sich die Feten-Kultur in den vergangenen 20 Jahren geändert?

Auf jeden Fall. Erst einmal fangen die Feiern heute deutlich später an. War man früher gegen 22 Uhr schon mittendrin, geht es heute zu dieser Uhrzeit erst los. Dann auch gerne bis 5 Uhr morgens. Ich habe auch festgestellt, dass die „Art zu feiern“ regionsabhängig ist. Im Ruhrgebiet wird deutlich anders gefeiert als zum Beispiel in Niedersachsen.

Gibt es besondere Anekdoten, an die man sich gern oder nicht so gern erinnert?

Das Schrägste war mal eine Geburtstagsfete, auf der von den 85 geladenen Gästen gerade einmal drei erschienen sind. Anscheinend gab es im Freundeskreis gleich mehrere Veranstaltungen an diesem Tag. Dennoch wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Was sagt die Familie zu den untypischen Arbeitszeiten?

Natürlich ist das nicht immer einfach bei den vielen Terminen. Oftmals muss ich nachmittags schon los und bin dann erst in den frühen Morgenstunden wieder zu Hause. Dann wird erst einmal geschlafen. Das Familienleben findet erst ab mittags statt. Inzwischen habe ich mit Timon Reineke einen Subunternehmer, der uns unterstützt.

Gibt es, zum Beispiel bei Hochzeiten, Lieder, die immer wieder gewünscht werden?

Momentan ist Helene Fischers „Unser Tag“ der Favorit. Auch „Time of my Life“ aus Dirty Dancing wird gern genommen. Am schrägsten war der Wunsch eines Hochzeitspaares, den Tanz mit „Das Spiel ist aus“ von Olaf Henning zu eröffnen. Was auch immer das sagen sollte.

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