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Die Müllabfuhr soll ab 2019 über den Kreis laufen

Sorge um Recyclinghöfe

Bislang ist die Stadt Lüdinghausen für die Müllentsorgung in Ascheberg zuständig, ab 2019 soll diese Aufgabe der Kreis Coesfeld übernehmen. Für die Kommunen des Kreises könnte das eine Kostenersparnis bedeuten. Es gibt aber auch Sorgen.

ASCHEBERG

, 14.10.2016
Die Müllabfuhr soll ab 2019 über den Kreis laufen

Die Müllgebühren steigen in der Gemeinde Ascheberg.

Die Kommunen des Kreises Coesfeld wollen ab 1.1. 2019 für acht Jahre die Abfallentsorgung auf den Kreis Coesfeld übertragen. Die Idee ist nicht neu, 2009 wurden diese Aufgaben an die Stadt Lüdinghausen übertragen, der Kontrakt läuft seit 2011 für insgesamt acht Jahre.

„Die Landesregierung prüft gerade, ob es in diesem Bereich überhaupt noch einen Wettbewerb gibt“, teilte Fachbereichsleiter Klaus van Roje mit. Viele Kommunen, die ihre Entsorgung alleine ausgeschrieben haben, hätten nur ein Angebot bekommen. „Und das war natürlich deutlich teurer als bisher.“

"Die Chance, dass es nicht deutlich teurer wird"

Ein Schicksal, dass Ascheberg genau wie die anderen Kommunen vermeiden möchte. „Eine gemeinsame Ausschreibung bedeutet zumindest die Chance, dass es nicht deutlich teurer wird.“ Klaus van Roje ließ im Gespräch mit unserer Redaktion allerdings durchblicken, dass es bei den derzeitigen Marktverhältnissen schwierig sein dürfte, ab 2019 einen günstigeren Vertrag zu erhalten. Der neue Vertrag soll ebenfalls über acht Jahre laufen, allerdings würde er sich automatisch verlängern, wenn nicht bis zum 1. Juli 2025 schriftlich gekündigt wird.

Ein Detail, das vor allem Michael Krieger (SPD) Bauchschmerzen bereitete. Da aber Ascheberg mit dem Wunsch, die Verlängerungsklausel aus dem Vertrag zu streichen, im Kreis Coesfeld alleine dasteht, stimmte am Donnerstagabend der Gemeinderat für das vorliegende Papier – allerdings mit dem Zusatz, dass der Beirat zur Vorbereitung von Vergabeverfahren beibehalten wird. Ein Anliegen von CDU-Fraktionschef Ludger Wobbe: „Sonst sind wir Politiker vollkommen außen vor.“

Außerdem sehe er die Gefahr, dass durch die neuen Verträge zu viele Standards eingeführt werden. „Das ist gefährlich. Welche Kommune mit 15.000 Einwohnern leistet sich zum Beispiel noch zwei Recyclinghöfe?“ Würde die Gemeinde Ascheberg die Standards bei der Sammlung von Sperrmüll oder Elektroschrott anpassen, wäre für den ehrenamtlich betriebenen Hof in Herbern sofort Schluss. „Da müssen wir aufpassen“, mahnte Wobbe.