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Dieses Kribbeln im Bauch

HERBERN Es hat nur kurze Zeit gedauert, da war die Verwandlung perfekt. Sein Spiegelbild hat nichts mehr mit ihm, Andreas Nienhaus, gemein. Nachdem Maskenbildnerin Martina Nachtmann routiniert Hand angelegt hat, lacht ihm Heine Meier, der Knecht op`n Kampenhoff entgegen. Unsere Reporterin Tina Nitsche blickte hinter die Kulissen der KAB Laienspielschar.

von Von Bettina Nitsche

, 23.12.2007

Andreas ist einer der insgesamt zehn Schauspieler der KAB Laienspielschar, die den Schwank "We hät, de hät" aufführen. Am Samstag waren sie alle in der Theodor Fontane-Schule. Einige ganz gelassen, andere richtig nervös. Die Generalprobe stand auf dem Plan.

Mittags herrscht schon Hochbetrieb. Dabei übernehmen die Schauspieler gleichzeitig auch noch vorbereitende Arbeiten. Die Denstwicht Jule Popp alias Carolin Streyl - bereits in voller Maskerade - transportiert vorsichtig ein Tablett mit Geschirr aus der Küche, um den Tisch auf der Bühne zu decken. Oma (Mathilde Forsthövel) und Lisa Struck (Kathrin Nienhaus) stehen derweil noch beim Abwasch in der Küche. Sinnvolle die Zeit überbrücken bis zum Gang in die Maske.

Beide spielen schon mehrere Jahre bei der Laienspielschar. "Noch bin ich ruhig, aber gleich, wenn ich in der Tür zum Bühnenaufgang stehe, dann sieht das anders aus", verrät Kathrin. Derweil sitzt Alfred Brochtrup auf dem Platz vor dem großen Spiegel, den zuvor Andreas inne hatte. Seit 20 Jahren ist er mit von der Partie.

Platz hinter der Bühne

Und seit zwei Jahrzehnten immer das gleiche Spiel: Alfred hat Lampenfieber. Nervös rutscht er auf dem Stuhl hin und her. "Dieses Kribbeln im Bauch", lächelt er ein wenig gequält.

"Da hilft nur eine 32-prozentige Beruhigungstablette". Seine Kollegen lachen. Einer weist mit dem Kopf auf eine Flasche mit rotem Likör. Die aber gibt es erst nach der Aufführung.

 Auf der Bühne selbst sind Wasser und Apfelsaft in den Schnapsflaschen. "Da wird kein Alkohol getrunken", erklärt Paul Ophaus, der sich nicht nur um das ganze Drumherum wie den Kartenverkauf kümmert, sondern während der Aufführung einen kleinen Platz hinter der Bühne hat. Zwischen Vorhängen und Bretterwand. Er ist nämlich Souffleur.

Auf der anderen Seite der Bühne geht Walburga Sennekamp dieser Aufgabe nach. Sie allerdings hat gleichzeitig dabei noch ein Auge auf die Technik.

Im Essraum der Schule, der am Samstag zum Visagistenstudio mutiert, herrscht weiter munteres Treiben. Andreas sucht gerade die Zeitungen für das Stück zusammen. "Die habe ich mir mühselig besorgt, denn es müssen schwarz-weiß Ausgaben sein, ohne Farbbilder."

Birgit Temmann steht schon fix und fertig als Gertrud Struck zurechtgemacht da und unterhält den noch immer etwas nervösen Alfred, der mittlerweile in das Outfit von Wachtmester Hansen geschlüpft ist.

Auf der Bühne arrangiert Marion Kraß einige Blumen. Sie feiert Premiere: Erstmals führt sie Regie. Zuvor besetzte sie immer Rollen im Ensemble. "Es macht Spaß", sagt sie, gibt aber zu, dass auch sie nervös ist.

 Aber davon lässt sie sich nichts anmerken. Vielmehr motiviert sie ihre Leute und beruhigt die Debütanten Landstrieker Jans Moll alias Carsten Abend und Landarzt Dr. Grüttkopp alias Josef Kemming.

Vorhang auf

Auf einmal schiebt sich der Vorhang hinter der Bühne zur Seite und ein TV-Star betritt die Bretter. Huhn Ute. Das dressierte Tier, das schon einen Fernsehauftritt hinter sich hat, spielt ebenfalls mit. Carolin Streyl setzt sich mit ihr an den Tisch. Und dann ist es soweit: Die Vorstellung beginnt.

Lampenfieber und Nervosität bleiben hinter der Bühne. Alle sind in ihre Rollen geschlüpft und spielen.

 

Karten für die Premiere am 26. Dezember11. Januar um 20 Uhr gibt es noch an der Abendkasse. Weitere Aufführungen sind am 28. Dezember (20 Uhr), 29. Dezember (17 Uhr), 30. Dezember (17 Uhr), 4. Januar (20 Uhr), (20 Uhr und am 12. Januar (17 Uhr).

 

 

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