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Heimweg nicht alleine antreten

Interview mit Sozialpädagogin

Die Polizei hat nach wie vor noch keine Spur von den Unbekannten, die in der Nacht zu Samstag am Haselbüschken ein Paar überfallen haben. Um einem Überfall überhaupt möglichst zu entgehen, gibt das Kriminalkommissariat Vorbeugung ein paar Tipps.

HERBERN

14.06.2012
Heimweg nicht alleine antreten

Marion Stening, Sozialpädagogin beim Kriminalkommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde Coesfeld.

„Es ist nicht ein Hinweis eingegangen“, sagt Polizeipressesprecher Ralf Storcks auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. „Wir stochern im Nebel.“ Das Problem, das die Arbeit der Polizei erschwert: die fehlende Täterbeschreibung. „Das überfallene Paar kann überhaupt nichts zu den Tätern sagen“, berichtet Storcks.Ein solcher Überfall wirft Fragen auf. Fragen, auf die Sozialpädagogin Marion Stening vom Kriminalkommissariat Vorbeugung bei der Kreispolizeibehörde Coesfeld im Gespräch mit RN-Redakteur Arndt Brede Antworten hat.

Man sollte tatsächlich möglichst nicht auf unbeleuchteten Wegen nach Hause gehen. Am besten man tritt den Heimweg mit mehreren und dann auf beleuchteten Wegen an. Nicht immer ist der kürzeste Weg der beste.

Ganz einfach, indem man den gesunden Menschenverstand einsetzt.

Wer von einer Feier kommt, rechnet eigentlich nicht damit, dass ein Täter im Gebüsch lauert. Aber es ist doch nicht auszuschließen, dass sich ein Täter schon während einer solchen Feier wie einem Schützenfest ein Opfer aussucht und es beobachtet. Ich möchte zwar keine Ängste und Panik schüren, aber vor allem Frauen sollten das im Hinterkopf behalten und aufmerksam sein.

Wir raten weder zu noch ab. Abwehrwaffen sind aber eher eine psychologische Krücke. Es besteht die Gefahr, dass man das eigene Sicherheitsbedürfnis nur an diesen Waffen fest macht. Außerdem können Abwehrwaffen auch gegen einen selbst gerichtet werden, wenn der Täter sie in die Hände bekommt. Man sollte sich immer fragen, ob man in der Handhabung einer solchen Waffe sicher ist, auch in einer Schrecksekunde.

Ja, so genannte Panikalarme, die einen schrillen Ton ausstoßen, wenn man sie aktiviert. Sie sind ungefährlich und man kann sie in der Tasche tragen.