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Herberner Tietze-Stiftung besteht seit zehn Jahren

Gründerehepaar blickt zurück

Vor zehn Jahren gründeten Inge und Wolfgang Tietze aus Herbern ihre gleichnamige Stiftung – aus Dankbarkeit für ihr eigenes Leben. Im Einsatz sind sie seitdem nicht nur in der Gemeinde Ascheberg.

Herbern

von Claudia Hurek

, 28.10.2017
Herberner Tietze-Stiftung besteht seit zehn Jahren

Inge und Wolfgang Tietze gründeten aus Dankbarkeit für ihr eigenes Leben eine Stiftung. © Claudia Hurek

In einem Brief von Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1779 an Friedrich Krafft heißt es: „Der Wunsch, Gutes zu tun, ist ein kühner, stolzer Wunsch; man muss schon sehr dankbar sein, wenn einem ein kleiner Teil davon gewährt wird.“

Diesem Wunsch folgten auch Inge (79) und Wolfgang (77) Tietze: Sie gründeten im Dezember 2007 die Inge und Wolfgang Tietze-Stiftung mit zwei Millionen Euro Einlage. Heute ist der Betrag sogar noch etwas angewachsen.

Aus dessen Erträgen (Zinsen, etc.) fördert die Stiftung diverse Projekte und Vorhaben. „Wir haben in unserem Leben so viel Glück gehabt. Da geben wir nun gerne etwas zurück“, sagt Wolfgang Tietze im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ruhestand ist nichts für uns. Das ist zu langweilig.“

Pflege von Kunstsammlungen

Eine besondere Verbindung haben die beiden zu Breslau (hier ist Wolfgang Tietze geboren) und Trakehnen (hier ist Inge Tietze geboren). Aber sie unterstützen nicht nur die Pflege von Kunstsammlungen in Breslau und Trakehnen, sondern auch im Kreis Coesfeld und in der Gemeinde Ascheberg.

Außerhalb der Gemeinde, in Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, liegt das Gestüt Trakehnen, das dem Ehepaar besonders am Herzen liegt. „Dort konnten wir umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Landstallmeisterhaus erledigen“, erzählen sie.

Unterstützung in der Jugendarbeit

Auch Sanierungsmaßnahmen an der Salzburger Kirche in Gumbinnen im ehemaligen Ostpreußen sind geplant. Heute ist sie der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland zugehörig. Diese Kirche ist die letzte Planung von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), preußischer Baumeister.

In der Jugendarbeit unterstützte die Stiftung zuletzt den SV Herbern. So wird in den nächsten vier Jahren ein Motivationstrainer Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren unterstützen.

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