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Hubert Hüppe diskutiert über die Ethik der modernen Medizin

ASCHEBERG Was ist möglich, was nötig in der modernen Medizin? Als zuständiger Abgeordneter für medizinische Grundsatzfragen und Gentechnik nahm Hubert Hüppe (CDU) am Dienstag in Ascheberg Stellung zu dem Thema Ethik in der modernen Medizin.

von Von Heinz Rogge

, 20.08.2008
Hubert Hüppe diskutiert über die Ethik der modernen Medizin

Hüppe muss sich kritische Fragen gefallen lassen.

Zu dem Thema "Recht und Ethik der modernen Medizin" hatte die Kreis Frauen Union und der CDU Gemeindeverband Ascheberg am Dienstagabend in "Frenking´s-Tenne" in Ascheberg eingeladen. Die Vorsitzende der Frauen Union, Elke Müller, konnte neben dem Referenten Hubert Hüppe auch den CDU-Kreisvorsitzenden Werner Jostmeier und den CDU-Gemeindevorsitzenden Franz-Josef Schulze Zumkley begrüßen.

Stammzellenforschung - ein heikles Thema

In seinem Vortrag sagte Hüppe, es gehe es darum, die Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger mit einem Gesetz zu schützen. Recht und Ethik seien wichtige Punkte der modernen Medizin. Gleichzeitig gehe es in solchem Gesetz auch darum, die Qualität der genetischen Diagnostik zu gewährleisten.

Hüppe, der "Gentechnik-Fan"

So sei er zwar persönlich ein "Fan" der Stammzellenforschung, weil Stammzellen aus dem Knochenmark etwa bei Herzinfarktpatienten mit Erfolg eingesetzt worden.

Und obwohl geeignete Stammzellen auch aus dem Fruchtwasser oder aus dem Blut der Nabelschnur gewonnen werden könnten, drehe sich die Debatte im wesentlichen um die Entnahme embryonaler Stammzellen, die in Deutschland sowieso verboten sei.

Achtung der Menschenwürde

Hier müsste man sich jedoch die Frage stellen. Darf ich einen Embryo töten? Der entscheidende Punkt sei, dass man keine Embryonen töten, wohl aber alle Stammzellen nehmen darf. Hüppe: "Der Mensch ist Mensch, und die Menschenwürde ist unantastbar."

Keine einheitliche Regelung bei Organspende

Das gelte auch in Hinsicht auf die Organspende. Es sei zu klären, wer die Spender seien, und wann Organe überhaupt entnommen werden dürften. In Europa seien diese Fragen höchst unterschiedlich geregelt und führten zu somit zu Irritationen. Grundsätzlich sei die Organspende eine gute Sache. Wer Spender sei, sollte daher immer seinen Ausweis mit sich tragen.

Hier zu sagte der CDU-Ortsvorsitzende Heinz Ringelkamp aus Herbern: "In Deutschland haben weniger als zehn Prozent der Bürger einen Spenderausweis. Viele seien zwar bereit, Organe zu spenden, füllten aber keinen Ausweis aus."

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