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Landschaftsbetrieb Kruckenbaum beschäftigt erstmals sechs Azubis

HERBERN Ein neuer Lebensabschnitt hat für Jendrik Müller am 1. August begonnen. Bereits in der Frühe muss er aus den Federn, gegen 6.30 Uhr schwingt sich der Ascheberger auf das Fahrrad, um 7 Uhr ist Arbeitsbeginn, bei jedem Wetter.

von Von Bettina Nitsche

, 05.08.2008
Landschaftsbetrieb Kruckenbaum beschäftigt erstmals sechs Azubis

Sechs Auszubildende erlernen zurzeit bei Andreas Kruckenbaum (2.v.r.) den Beruf des Landschaftsgärtners.

Jendrik erlernt in dem Herberner Betrieb  Kruckenbaum den Beruf des Landschaftsgärtners. Genau wie Stephan Weber, der aus Werne kommt. Doch die beiden sind nicht die einzigen Auszubildenden im Betrieb. „Erstmals haben wir in diesem Jahr sechs Auszubildende“, erklärt Chef Bernhard Kruckenbaum, seines Zeichens Staatlich geprüfter Techniker, der gemeinsam mit seinem Bruder, dem Dipl. Ingenieur Ludger Kruckenbaum, die Geschicke des Betriebes lenkt.  

Die Bewerbungen seien gut gewesen, zudem mache es Spaß junge Leute auszubilden, gibt er Einblicke in die Beweggründe zusätzlich zu den bisherigen vier noch weitere zwei Ausbildungsplätze geschaffen zu haben. „Aber vor allem ist es wichtig, denn Fachkräfte werden benötigt“, hat auch eine große Portion Weitblick mit zu der Entscheidung geführt. Jendrik und Stephan erlernen genau wie die Ascheberger Daniel Willmer und Christian Thies sowie die Herbernerin Daniela Bicke den Beruf des Landschaftsgärtners.   Einzig und allein René Bergmann ist eine Ausnahme. Der ehemalige Sonderschüler macht in dem Herberner Unternehmen seine Fachwerkerausbildung. Bernhard Kruckenbaum persönlich hat sich dafür eingesetzt. „Damit der Junge hinterher auch einen Brief in der Hand hält, der eine abgeschlossene Berufsausbildung bescheinigt.“ René dankt es ihm. Mit viel Eifer und Einsatz. „Es macht Spaß und ist hier viel schöner als zu Hause“, verrät er.

René genießt zwar eine theoriereduzierte Ausbildung ansonsten bekommt er aber keine „Extrawurst gebraten“. Auch er lernt wie die anderen alles Notwendige über die Pflanzenkunde, Pflege von Pflanzen, alles zum Thema Dachbegrünung, Rodung und eignet sich die nötigen Maschinenkenntnisse an. „Der Beruf ist vielfältig, die Ausbildung umfassend“, gibt Bernhard Kruckenbaum Einblicke. Drei Jahre dauert die Ausbildung, die sich in praktische und theoretische Teile gliedert. Verkürzen kann nur derjenige, der Abitur hat oder bereits eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen kann. Die Voraussetzung für diesen Beruf ist einfach. „Die angehenden Landschaftsgärtner müssen bereit sein draußen zu arbeiten und eine Vorliebe für Pflanzen und Maschinen mitbringen“, so Kruckenbaum.

Jendrik hat sich bereits ein Jahr vorher beworben. Das imponierte dem Chef. Er bekam ein Praktikum und Bernhard Kruckenbaum stellte fest: Der Junge ist bestens geeignet. Entsprechend fällt das Fazit von Jendrik und Stephan nach zwei Tagen aus: „Es ist Klasse.“ Beide wollen so viel wie möglich lernen und dann ebenso wie ihre Mitstreiter nach der Ausbildung erst einmal als Geselle weiterarbeiten.  Daniel hingegen plant sein Fachabi. Aber auch die anderen können aufbauen. Entweder ihren Meister oder den Techniker machen. Doch zunächst einmal strampeln alle morgens fröhlich zur Arbeit, um sich den nötigen Grundstock an Wissen anzueignen. Bei Wind und Wetter. „Nur die Harten kommen in den Garten“, lachen sie.