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OJA-Projekt gegen Missbrauch geht in die zweite Runde

ASCHEBERG Es war eigentlich die Mariengrundschule in Herbern, die den Stein für das Projekt "Nein darf sein" ins Rollen brachte. Ein Projekt gegen den sexuellen Missbrauch an Kindern und eines, das überaus erfolgreich ist.

von Von Bettina Nitsche

, 29.08.2008
OJA-Projekt gegen Missbrauch geht in die zweite Runde

Die OJA-Mitarbeiter Uta Kerckhoff (l.) und Dirk Hermann (M.) können ein überaus positives Fazit nach dem ersten Jahr ihres Projektes "Nein darf sein" ziehen.

Denn nach dem ersten Jahr, nachdem dieses Projekt mit 350 Kindern aus 14 Klassen an 5 Schulen durchgeführt wurde, zogen die OJA-Mitarbeiter Dirk Hermann und Uta Kerckhoff Bilanz.

Kinder haben Rechte

"Das Projekt ist sehr gut angelaufen und geht nun in die zweite Runde", so Kerckhoff. Acht Mitarbeiter von Jugendtreffs im Kreis Coesfeld und Steinfurt arbeiten daran mit. Dabei sind jeweils zwei Mitarbeiter in einer Klasse. An zwei Tagen mit jeweils vier Schulstunden wird den Kindern auf kindgerechte Art und Weise beigebracht, dass auch sie Rechte haben. Vor allem aber das Recht nein zu sagen. "Wir haben das Projekt aufgegliedert und Schwerpunktthemen herausgearbeitet", so Hermann. Hier lernen die Kinder, dass es verschiedene Gefühle gibt, nämlich gute, unangenehme und komische. "Vor allem aber bringen wir ihnen bei, dass ihr Gefühl immer stimmt", so Hermann. Ebenso verfahren sie bei Geheimnissen. Wobei vor allem die schlechten Geheimnisse erzählt werden müssen.

Kritik gab es kaum

Nach einem Jahr war klar, dass die Struktur, wie die OJA dieses Projekt aufgegliedert hat, stimmig ist. "Lediglich kleinere Punkte werden modifiziert", erklärt Hermann. Die Rückmeldungen sind für das Team sehr wichtig. So haben sie in Herbern nach dem Projekt nicht nur Auswertungsgespräche mit den Lehrern geführt, sondern auch eine Kinderbesprechung abgehalten. "Kritik gab es kaum, die Lehrer fühlten sich ebenso wie die Kinder bestens betreut", bilanziert Uta Kerckhoff.Förderung mit Landesmitteln

Das OJA-Team ist auch nach den Tagen an der Schule immer erreichbar, da sie vor Ort sind. "Das Projekt ist für uns nicht abgeschlossen, wenn wir die Schule verlassen", so Kerckhoff. Zudem wird es mit Landesmitteln gefördert und ist mit einer Gesamtsumme von 500 Euro, wobei die Schulen einen Eigenanteil von 100 Euro pro Klasse haben, wesentlich günstiger, als vergleichbare Alternativen.

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