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Schwerlastverkehr staute sich im Ortskern

Bernhardstraße

Ein schwerer Unfall auf der A 1 in Höhe der Gemeinde Ascheberg in Richtung Werne erforderte am Dienstag, 19. Juni, eine Vollsperrung der Autobahn. Die Polizei bat die Autofahrer, die Ausweichstrecke über Herbern zu nehmen. Dieser Verkehrshinweis hatte für den Ortskern Herbern unangenehme Folgen.

HERBERN

27.06.2012
Schwerlastverkehr staute sich im Ortskern

Karl-Heinz Vogelsang ist erbost über die Umleitung von der Autobahn durchs Dorf.

Dreieinhalb Stunden lang blockierte der Auto- und Schwerlastverkehr den Herberner Ortskern, die Anwohner waren kaum in der Lage, mit ihren Autos aus ihren Grundstückseinfahrten heraus- oder hineinzufahren. "Es war eine extreme Geruchs- und Lärmbelästigung", schildert Karl-Heinz Vogelsang (82), Anwohner der Krumme Straße/Ecke Bernhardstraße, das Chaos in der Dorfmitte.Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird, sagt er. Im Hinterkopf hat er den sechsspurigen Ausbau der Hansalinie, der beschlossen wurde und bei dem es viele baustellenbedingte Umleitungen geben wird. "Wenn zum Beispiel im Ascheberger Raum die Brücken abgerissen werden müssen, wird der ganze Autobahnverkehr durch den Ort umgeleitet," befürchtet Vogelsang. Eine Gefahr vor allem für die Kinder, die die Bernhardstraße überqueren müssen. Als die Kolonnen durchs Dorf fuhren, sei der Radfahrstreifen nur unter Eigengefährdung zu befahren gewesen.Umleitung führt durchs Wohngebiet

Zudem erhebt er den Vorwurf, dass die Bundesstraße (B 54) widerrechtlich einseitig gesperrt worden sei und eine optimale Verkehrsführung über die B 54 nicht mehr gegeben sei.

"Bei Verkehrsstörungen wird der gesamte Verkehr über eine einzige, mitten durchs Wohngebiet führende Straße abgewickelt", bezieht er sich auf die Bernhardstraße. Für Vogelsang wieder ein Beweis für die Notwendigkeit der Ortsumgehung, die im vergangenen Jahr von der Landesregierung abgelehnt wurde und die viele Befürworter aber auch Gegner fand. "Wir wollen die Diskussion nicht wieder neu aufrollen," fügt seine Tochter Elke Hammwöhner hinzu. "Die Entscheidung ist gefallen."

Aber seitdem sei ein Jahr vergangen und die Alternativlösungen, die die Politiker den Herbernern in Aussicht gestellt hatten, seien bis heute nicht umgesetzt worden.

"Die betroffenen Bürger sehen sich nach wie vor einer hohen körperlichen und nervlichen Belastung durch den starken Verkehr ausgesetzt", führt sie weiter aus. Sie und viele andere fühlten sich im Ort von der Politik nicht ernst genommen. "Die örtlichen Ratsvertreter machen Versprechungen, um die Volksseele zu beschwichtigen. Aber letztendlich setzt sich keiner für uns ein", so Elke Hammwöhner.

 

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